Total anders, aber gut...

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vquinn Avatar

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Das Cover in sattem Rot braucht nicht viel, um die Aufmerksamkeit sofort auf das Buch zu lenken. Insbesondere der Blick der Titelfigur hat dabei eine Eindringlichkeit, der das Interesse auf mehr weckt.

Der Schreibstil, in welchem sich die Erzählungen der Protagonistin in der Ich-Perspektive und die Darstellungen des Reporters im Podcast-Format abwechseln, ist völlig neuartig und schaffen es dabei trotzdem einen Spannungsbogen aufzubauen, der einen das Buch kaum aus der Hand legen lassen will.

Die Protagonistin selbst ist, nach dem gewaltsamen Tod ihrer kleinen Schwester, auf der Suche nach deren Mörder und beginnt eine Verfolgung durch halb Amerika, die - mit zeitlicher Versetzung - vom Reporter verfolgt wird, welcher wiederum versucht sie zu finden. Dabei stellt sich im Laufe der Geschichte immer offensichtlicher heraus, was die junge Frau in ihren jungen Jahren bereits durchgemacht hat, um an diesem Punkt nur noch ihren Rachewunsch umsetzen zu wollen. Genau diese einfachen Wahrheiten haben es mir nicht schwer fallen lassen einen Zugang zu Sadie erhalten, der mir die Verfolgung ihrer Geschichte sehr leicht gemacht hat. Ich persönlich hätte mir jedoch noch einen kurzen Abschluss erhofft, der umschreibt, was aus der Protagonistin geworden ist, da das offen bleibt.

Fazit: Dieses Buch ist nichtsdestotrotz ein Must-Read, sowohl für Fans des Genres, als auch für alle anderen, denn es zeigt auf vielen verschiedenen Ebenen all jene Dinge, die sich in unserer Gesellschaft oftmals falsch entwickeln, wenn man die Augen vor der Realität verschließt.