Ich Mini-Chef - Du Sklave

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beavi Avatar

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Gleich zum Anfang: ich habe es mit Ach und Krach geschafft, die ersten 120 Seiten zu lesen. Mehr ging nicht, beim besten Willen nicht. Ich verstehe den Sinn dieses Buches nicht. Ist das schwarzer Humor? Ironie oder gar Zynismus? Ist die Moral dieses Buches "Seht Elternschaft nicht so ernst" oder sind diese Tipps tatsächlich ernst gemeint? Wenn ja, dann "Gute Nacht". Nein, dieses "humorvolle" Buch kann nicht ernst gemein sein, dazu ist es viel zu überspitzt. Und gespickt mit absolut lächerlichen "Hausaufgaben". Blödsinn pur. Und nicht mal Dreijährige, die gerade mittendrin in der Wutphase stecken, würden so reagieren und denken. Im Großen und Ganzen geht es darum, dass das Kleinkind der "KING" ist, die Eltern dessen Untertan und gefälligst alles machen müssen, was ihr "Goldschatz" sagt bzw. haben will. Kleinkinder sind ständig am urinieren, egal, wo sie gerade sind - ob im Supermarkt oder sonst wo öffentlich - wenn Mama und Papa nicht so reagieren, wie sie sollen, wird halt alles unter "gelbes Wasser" gesetzt - KINGS dürfen dass. Und Eltern haben anstandslos diesem zu huldigen und ihrem Schatz dann noch mit Gummibärchen und rotem Saft zu füttern, denn "Eltern haben grundsätzlich IMMER Schuld". An allem. Immer. Und wenn Eltern das nicht mitmachen, sollen sie sich schämen. So geht das eigentlich in jedem Kapitel weiter. Egal, ob es sich um das Thema Supermarkt, Schlafengehen oder Anziehen handelt. Der einzige positive Punkt, bei dem ich zustimme, ist: Sein Kind zu ferbern ("Schlafprogramm" wie Kind im Bett alleine schreien lassen, damit es einschläft) ist absolut nicht gut. Das geht aber unter in den vielen anderen unmöglichen Anweisungen. Insgesamt ist das Buch nicht empfehlenswert. Humor hab ich hier vergeblich gesucht. Ernstnehmen darf man es auf keinen Fall. Es hat keinen Sinn.