Geheimnis um einen Schlüssel

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manur. Avatar

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Der Domorganist Winkler liebt es, morgens in den Berliner Dom zu gehen und sich ganz dessen Atmosphäre hinzugeben, bevor er sich an die majestätische Orgel setzt, um den Gottesdienst zu begleiten. Auf einem sonntäglichen Gang durch den Prachtbau stößt er auf ein abscheuliches Bild. Eine Frau im schwarzen Gewand hängt von der Kuppel herab und um ihren Hals glitzert ein kleiner silberner Schlüssel.

Tom Babylon ist Polizist beim LKA und wird Sonntag Morgen zu einem Tatort in den Berliner Dom gerufen. Auch ihm bleibt der schaurige Anblick des Opfers in einigen Metern Höhe nicht erspart. Als wäre dieser Mord nicht schon schockierend genug, erspäht er den kleinen Schlüssel, der mit der Nummer 17 versehen ist. Und dieser Moment katapultiert ihn Jahre zurück als er noch ein kleiner Junge war, der bei einem Rettungsmanöver um seinen Freund Josh aus der Spree zu fischen, auf eine Wasserleiche stieß, bei der er exakt diesen Schlüssel fand. Ein kleiner Schlüssel, den auch seine Schwester Viola um den Hals trug, als sie vor Jahren spurlos verschwand...


Ich muss gestehen, dass mich der Titel zunächst nicht allzu sehr angesprochen hat, doch das tiefschwarze Cover mit der weißen Feder, die einen schönen Kontrast bildet, habe ich mich an die Leseprobe getraut und diese förmlich verschlungen. Was für ein Thriller-Auftakt! Marc Raabe hat es geschafft, mich nur mit wenigen Seiten völlig in die Handlung eintauchen zu lassen und förmlich mitzufiebern, wie es denn nun weitergehen könnte. Ein grauseliger Mord, der unzählige Fragen aufzuwerfen scheint!
Doch nicht nur die Handlung ist mir positiv aufgefallen, auch die sorgfältige und schöne Wortwahl - überhaupt die Sprache Marc Raabes ist sehr gewählt und entführt den Leser in die Welt des Thrillers uns lässt diesen nicht mehr los.
Große Klasse und ein absolutes Must-Read!