Leider nicht ganz überzeugend

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stephaniesabato Avatar

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Dieses Buch, gewonnen als Rezensionsexemplar bei www.vorablesen.de, hat mich als Leseprobe überzeugt - als Buch leider nicht ganz.

Das Buch startet am Anfang ganz klar durch - der Unfall des Jungen, die ersten Entdeckungen von Farah Hafez (die mir am Anfang auch sympathisch war, am Ende leider nicht mehr so ganz). Genervt hat mich, dass man die Hauptperson Hafez als so unabhängig und stark darstellen wollte, quasi ein Gegenteil von dem, wie die Allgemeinheit sich vielleicht afghanische Frauen vorstellt. Als einzige Person mochte ich Polizist Joshua Calvino, den ich recht cool und von der Sache überzeugt fand.

Auch das Gefühl am Tag, am Abend endlich das Buch lesen zu können, stellte sich nicht ein. Andere Thriller oder Krimis sind spannend, hier plätscherte die Handlung nur so vor sich hin, und am Ende geschahen dann auf einmal so viele Dinge und es wurde recht unglaubwürdig (und das Ende hat somit das Buch ein bisschen auch kapputgemacht).

Baccha Baazi ist übrigens tatsächlich eine weit verbreitete Tradition, auf die hier nicht wirklich eingegangen wird. Das Thema hätte sicherlich noch umfassender behandelt werden müssen, was möglicherweise im 2. Teil der Buchreihe folgt, wenn der Junge die Geschichte aus seiner Sicht erzählt.

Vielleicht konnte ich mich auch einfach nicht mit dem Ort identifizieren - die Niederlande sind ja auch etwas ungewöhnlich für den Handlungsort eines Thrillers, und, ich gebe zu, bin eher den USA/England zugewandt.

Da das Buch der erste von drei Teilen ist muss ich sagen, dass ich die Fortsetzung nicht lesen werde.

Dem Buch gebe ich demnach 3 von 5 möglichen Punkten.