Respekt vor Dora Twardy!

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Die Ausgangssituation ist Ostpreußen im Jahre 1939. Von fröhlichen Feiern mit vielerlei Verehrern und Ausritten auf den hofeigenen Pferden, macht das alltägliche Leben der Protagonistin Dora schon bald eine Kehrtwende. Der Krieg bricht aus und Dora muss zunehmend mehr Aufgaben zum Erhalt des Gestüts übernehmen und sich mit dem Gedanken der Flucht und vielen anderen Problemen auseinandersetzen.
Es ist erstaunlich, wie viel man von der Hauptfigur Dora lernen kann, vor allem wenn man bedenkt, dass diese Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert.
Den Mut und die Kraft, die sie aufbringt, um kleine und große Dramen zu bewältigen, ist bewundernswert.
Es hat mich berührt, wie Dora an sich arbeitet und der Krieg sie über die Zeit verändert hat. Sie musste innerhalb kürzester Zeit erwachsen werden und mit wenig auskommen.
Durch den emotionalen Schreibstil der Autorin konnte man förmlich Doras Schmerz mitempfinden und war durchgängig mitten im Geschehen des zweiten Weltkrieges. Jede der Figuren ist toll gestaltet lädt optimal zum eintauchen in das Geschehen ein.
Während man von den eigenen Großeltern immer wieder einzelne Segmente der Kriegsgeschichten erzählt bekommen hat, wurde man von der Protagonistin von Anfang bis Ende mitgenommen.
Einige Teile waren sehr ausführlich geschrieben, andere zusammenfassend, aber immer passend zum Gesamtgeschehen.
Der Leser lernt, was Zusammenhalt, Ehrgeiz und Aufopferung bedeutet und welches Leid die Menschen in diesen Zeiten hatten.

Eine absolute Empfehlung! Ich freue mich auf die Fortsetzung!