So wüst und schön sah ich noch keinen Tag

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hatschepsut Avatar

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Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl ich eindeutig nicht zur Zielgruppe gehöre. Ich habe allerdings auch nicht das Gefühl gehabt zu alt für die Story zu sein, nur weil sie in einem Internat spielt und von Jugendlichen handelt. Der Schreibstil ist leicht und flüssig geschrieben und man kommt schnell in die Story. Es gibt zwei Protagonisten, den Albino Tim, den man nur von den bespielten CD´s kennt und Duncan, der in einer Beziehung zu Tim steht, die sich erst am Ende auflöst.
Duncan ist schon lange an der Irving-Schule und bezieht in seinem letzten Jahr ausgerechnet das ungeliebteste Zimmer. In ihrem letzten Jahr bekommt jeder Schüler ein eigenes Zimmer zugeteilt und es ist Tradition seinem Nachfolger ein Geschenk zu hinterlassen. Es gab schon spektakuläre Sachen und Duncan ist neugierig, was ihn erwartet. Er ist allerdings auch befangen, wegen dem, was letztes Jahr passiert ist. Er bekommt, wie befürchtet, das letzte Zimmer, daß des Albinos Tim. Es ist kleiner, als die anderen und hat auch nur ein kleines Fenster, durch das kaum Sonne kommt. Als Geschenk hat Tim einen Stapel CD´s hinterlassen und Duncan ist enttäuscht. Er ist allerdings auch neugierig und fängt an die CD´s zu hören. Obwohl er es gar nicht will wird er von Tims sanfter Stimme und dem was er zu erzählen hat in den Bann gezogen.
Tim erzählt, wie er Vanessa kennengelernt hat und sich in sie verliebt hat. Ihm war sofort bewußt, daß zwischen ihnen nie etwas laufen würde, zumal Vanessa mit dem beliebtesten, bestaussehensten Sportler der Schule zusammen ist. Trotzdem ist etwas zwischen ihnen und Tim zehrt von den mal mehr oder weniger zufälligen Begegnungen. Als Albino weiß er, wie er auf die meisten anderen wirkt und daß hat ihm die Schulzeit bisher schwer gemacht. Sein Stiefvater war auch auf der Irving und wollte, daß Tim noch ein schönes Jahr auf der Schule verbringt. Deswegen ist er nun hier und fühlt sich besser, als gedacht. Das liegt am meisten an Vanessa.
Duncan hört sich durch die CD´s, so daß er bald sein eigenes Leben vergißt, so fasziniert ist er von dem, was Tim zu sagen hat. Der besagt Tag, an dem das Schlimme geschehen ist, daß Duncan gerne vergessen möchte, naht immer mehr. Es fällt ihm schwer sich das weiter anzuhören, denn Duncan glaubt, er hätte es verhindern können, es sei vielleicht seine Schuld gewesen. Am Ende klärt sich alles auf und kommt zu einem guten Abschluß.
Mich hat das Buch so in seinen Bann gezogen, weil ich immer wissen wollte, was den das so dramatischen passiert ist. Immer wieder wurde darauf hingedeutet, aber nichts preisgegeben. Erst am Ende wird das Geheimnis gelüftet und der Leser wird für seine Geduld belohnt. Ein wirklich schönes mitreißendes Buch, daß ich gerne weiterempfehle.