Der Nonsens um Kate

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rebellyell666 Avatar

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Inhalt:

Francesca traut ihren Augen kaum: Das Grundstück, das an ihres grenzt, geht meistbietend an ihren alten Schulfreund Jack Shaw, der mit Frau und Kind einzieht. Francesca und Jack verbindet ein Geheimnis: Niemand weiß, was mit ihrer damaligen Freundin Kate geschehen ist in jenem Sommer, als die drei Freunde ihren Abschluss an der High School feierten. Francesca dachte, die Vergangenheit endlich hinter sich zu haben, doch Jack wühlt alles wieder auf – auch ihre längst vergessenen Gefühle für ihn…

Meine Meinung:

Ich bin sprachlos! Das Buch ist wirklich schlecht. Belanglos und in immer währenden Wiederholungen plätschert es fast 500 Seiten vor sich hin. Sind die ersten Seiten noch sehr spannend im Vergleich zur Leseprobe, so lässt es schon auf den folgenden Seiten stark nach. Ständig wiederholt die Autorin, wie sehr sich Francesca eine Beziehung mit Jack schon zu Teenagerzeiten wünschte, er aber mit Kate zusammenkam. Und Kate? Kate ist launisch, ständig müssen sich die beiden bemühen, ihre wunderhübsche Freundin zu bändigen, ihr zu zeigen, dass diese auch einen Platz zwischen Francesca und Jack hat.

Es ist so langweilig: Dieses Geheimnis, das Kates Tod umgibt. Wirklich. Nichts Spannendes mehr, die Rückblenden sind so lächerlich und immer wiederholt sich alles. Alles wiederholt sich. Wiederholt. Sich. Francesca ist so eine Maus – eine Kämpfernatur? Eine Sozialarbeiterin? Die wollte Anwältin werden?! Kann sich nicht durchsetzen, wird immer als Gutmensch beschrieben und TRAUT sich NIE etwas!! Sie ging mir dann fast von Anfang auf den Geist. Und Jack Shaw? Waschbrettbauch, gebräunte Haut, hängt der alten Zeit nach, ist mit einer absoluten Zicke liiert, die hinterher noch in ein Drama von der Autorin geschickt wird, das so absurd ist, dass man schon wieder Mitleid haben kann.

Mitleid mit wem, fragt man mich? Mit dem Lektor! Der muss doch wohl von allen Seiten gefragt werden, wie er diesen Pseudothriller mit langweiligem Geheimnis und noch langweiligeren Charakteren auf den Markt bringen konnte. Manche Leute lesen ja anscheinend gerne Schrott. Ich bin echt selten dabei, solch seichte Bücher zu verteufeln, aber wenn sich knapp 500 Seiten damit auseinandersetzen, WANN Jack und Francesca ES endlich TUN (!!!), dann kann ich doch besser Fifty Shades of Grey lesen – da tun die beiden es wenigstens gefühlt ständig!

Fazit:

Finger weg – ich habe ungefähr 200 Mal gedacht, es abzubrechen, aber eine ehrliche Rezension verlangt, das Buch gelesen zu haben. Und wer möchte, dem verrate ich auch, unter welchen „mysteriösen“ Umständen Kate ums Leben gekommen ist. Ach ja: Und wer da noch seine Finger mit im Spiel hatte, konnte sich der geübte Leser an einem halben Finger ableiten. Dann kann ich auch Autorin werden, wenn die solchen Mist verlegen!