Lieblingsbuch

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queencheneevee Avatar

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Das Buch - wie auch die Folgebände!- zählt zu meinen absoluten Favourtien im Bereich Jugend-Reality. Gerade in einer Zeit, in der das Bewusstsein für psychische Probleme weiter geschärft wird ist es wichtig, dass sich auch die Literaturwelt damit auseinander setzt und Holly Bourne ist da im Jugendliteraturbereich definitiv weit vorn auf der Liste. Evie, Lottie und Amber schlüpfen hier als Identifikationsprotas in die Rollen von normalen Teens, Betroffenen und Angehörigen wodurch viele Facetten aufgewiesen werden können. Ich kann es nur jedem empfehlen wobei ich die englische Originalversion der Übersetzten vorziehe ;)

Evie kämpft in diesem Buch im Grunde gegen sich selbst. In ihrer Zwangsstörung gefangen will sie nichts sehnlicher als "normal" zu sein. Nur: was genau IST dieses "normal" überhaupt?
Im Zuge dessen stellt sie fest, dass normal gar nicht so genau festlegbar ist, wie sie sich dass immer vorstellt und lernt, die kleineren und größeren Macken an sich selbst und anderen anzunehmen und sogar ein Stück weit wertzuschätzen - schließlich hat die (weibliche) Welt doch ganz andere Probleme: Wie bitte soll man für Frauenrechte eintreten wenn einem gleichzeitig die Herrenwelt den Kopf vernebelt? Und woher weiß man was "Liebe" ist?