lustiger Titel

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Die schwangere Karrierefrau Judith weiß, die Entscheidung dem Umzug aufs Land zuzustimmen, kann nur an ihren Hormonausschüttungen liegen! Nun zogen sie einfach so weg von London - zurück in die Ödnis des Nordens, wo Alastair schon immer wieder hinwollte… Seit der Collage-Zeit hat sich einiges in ihrer Beziehung verändert. Nicht nur wegen der zwei kleinen Söhnen, des Fötus und der Katze. Sondern die Beziehung leidet unter Alltagsabnutzung. Bislang machten sie nur Ferien in ihrem Cottage, das Alastair mit dem Versprechen kaufte, sie nicht zu beknien, ganz hinzuziehen. Aber sein Paradies sah anders aus: Umbau des Feriencottage mit dem Nachbarcottage zu einem grossen, gemütlichen Familienwohnhaus. Zuerst war es nur eine Skizze, aber Judith wusste sofort, dass sie da auf dem Papier Ihre Zukunft vor sich sah. Und sie war es leid, seine Träume zu blockieren. Aber kann Judith nach dem Umzug auch glücklich werden oder bleibt das Gefühl, den grössten Fehler des Lebens begangen zu haben? Stichtag ist der 31. Dezember 2007, da wird entschieden, ob sie bleiben oder gehen. Aber würde er sie wirklich gehen lassen? Vorübergehend zieht Ihre an rheumatoider Arthritis erkrankte Mutter und damit ihr Vater ebenfalls ein. Eigentlich hatte der Neuanfang für alle nur Vorteile! Aber es ist für alle ein Neuanfang: neue Freunde finden, neue Schule, neue Kinderbetreuung und anderer Lifestyle. Aller Anfang ist nicht einfach. Und Alastair, der doch hierhin ziehen wollte, hält sich praktisch nur in London bei der Arbeit auf. Aber vorschnell aufgeben und zurückkehren will sie doch noch nicht. Zudem ist ihr das Glück ihrer Familie am Allerwichtigsten. Langsam begreift sie wie es für Alastair in London sein musste, wo er nicht wirklich sein wollte. Und Zeit für ruhige und klare Überlegungen bezüglich der Zukunft fehlt sowieso im knallharten Familienalltag. Der dank leeren Tanks (der volle Kanister als ständiger Begleiter würde sich echt lohnen, aber wohin dann mit der ganzen Wut?) und verlorenen Schlüsseln dank ihrem Mann und ihren Kindern nicht gerade erleichtert wird. Mangels Auswahl an potentiellen Freundschaften und bei der zurückgezogenen Lebensweise der Farmerleute entschliesst sich Judith zu bloggen und eröffnet den Blog »Stadt, Land - Schluss«. Damit stösst sie jedoch den Bewohnern vor dem Kopf, da sie auch über das Mobbing ihres Sohnes an der Schule schreibt. Als auch das Traumhaus schliesslich fertig wird und der Tag der Entscheidung langsam näher rückt, fühlt sich Judith zwar in Northumberland ganz wohl, vermisst aber nach wie vor ihr geliebtes London. Sie merkt aber auch, dass die Zeit viel Gutes gebracht hat und sie diese nicht missen wollte, ganz egal wie die Entscheidung ausgehen sollte. Und eine Entscheidung muss ja auch nicht für immer sein...