Brutal. Schockierend. Besitzergreifend.

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glasperlenraum Avatar

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Schon der Titel des Buches „Staubige Hölle“ weckt die ersten Assoziationen bei mir. In Verbindung mit der Kenntnis davon, dass dies ein Krimi ist, der in Südafrika spielt – einem Land von Schönheit doch auch unzähliger Konflikte - wird diese Assoziation nicht unbedingt mit fröhlichen Bildern aufgewertet. Das Cover leistet ebenso seinen Beitrag zu diesem kleinen Assoziationsspielchen.

Ohne große Umschweife stellt sich bereits im ersten Kapitel eine recht herbe Brutalität dar, die sich auch durch die weiteren Seiten der Leseprobe zieht. Dabei besonders auffällig ist wohl die Wortwahl des Autors, die nicht nur die gewaltigen und für die Familie Dell wohl auch überwältigenden Geschehnisse in Szene setzt. Direkt und offen wie sie sich darstellt, beschönigt sie die Vorfälle und Taten der Handlung nicht und erzeugt so ein umso realer anmutendes Fantasiebild, das die Storyline nach mehr als zusammengewürfelter Fiktion aussehen lässt.

Die LP von „Staubige Hölle“ ging mir unter die Haut und es ist nicht einzig die Zukunft von Robert Dell, der seine Familie auf tragische Weise verlor,  die mich interessiert. Mich hat auch das Mädchen „Sonto“ bzw. „Sunday“ neugierig gemacht und ich hoffe, noch mehr von ihrem Schicksal zu erfahren.

Die verschiedenen Konflikte, die sich aus dem Setting und den Akteuren dieses Buches ergeben, versprechen weiterhin viel Spannung und Unterhaltung. Dies steigert das zu erwartende Potential des Werkes, das Roger Smith mit „Staubige Hölle“ geschaffen hat, in einem Rahmen, der das Weiterlesen nur wünschenswert machen kann.