Leider eher nein

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wortteufel Avatar

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Worum geht es?

Natürlich hat Rachel nur die besten Absichten, als sie sich nach absurd kurzer Zeit auf das Abenteuer Ehe einlässt und auf das herrschaftliche Anwesen ihres Ehemannes David in Cornwall zieht. Dort soll sie nicht nur auf dessen Sohn Jamie Acht geben, sondern auch das in die Tage gekommene Anwesen der alten Bergbau-Familie renovieren. Doch über allem liegt der Schatten des rätselhaften Todes von Jamies Mutter und Davids erster Frau. Je näher Rachel dem Geheimnis um den tödlichen Unfall kommt, um so mehr scheint auch sie in Gefahr sein.

Spannung: Ja! Ansonsten eher mäh!

Das größte Manko des Buches: Seine Charaktere. Selten waren mir die Figuren eines Romans durch die Bank so schrecklich unsymphatisch, wie in diesem Roman. David, der mir von Beginn an nicht gefallen hat, entpuppt sich gegen Ende ganz und gar als verachtenswert und auch Rachel ist vor allem unsympathisch und ihre Handlungen schwer nachvollziehbar - auch noch am Ende der Geschichte, als der Leser deutlich schlauer ist, als zu Anfang.
Das zweite: Die Geschichte und vor allem die Konklusion sind schrecklich konstruiert. Hier wird viel zu viel dem Zufall überlassen. Das Ende des Alptraums gleicht einem Sechser im Lotto und macht die Story an sich daher leider eher fade.
Das einzige, was mich über den Mittelteil des Buches gebracht hat, ist die Tatsache, dass das Buch im letzten Drittel wirklich ziemlich spannend wird, auch wenn man es am Schluss gern mit einem lauten "Och nö!" in die Ecker pfeffern möchte.

Fazit:

Typischer Fall von: Kann man lesen, muss man aber nicht. Es gibt deutlich bessere Thriller.