Ein tolles Ferien-Buch

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Der erste Teil der Reihe „Sturmwächter“ um den kleinen Fionn und die Insel Arranmore ist geheimnissvoll und magisch. Die Magie ist auf eine tolle Art mit der Natur verbunden, was mir wirklich gut gefallen hat. Die Sprache empfand ich als ausgesprochen lebhaft und kindgerecht. An einigen Stellen ist es manchmal vielleicht etwas gruselig.

Auf jeder Seite folgte ich gerne der Geschichte, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und dabei auch die Charaktere zu begleiten, die man gut kennenlernt.

Fionn ist ein toller, kleiner Junge, den ich beim Lesen ins Herz geschlossen habe. Er ficht mit sich die Kämpfe seines Charakters aus – mutig sein zu wollen, aber Angst zu haben.

Er wusste nicht, wie man es anstellte, mutig zu sein. Immer wenn er Herr der Ringe guckte, sah er sich als einsamen Reiter, der die Schlacht verließ, während alle anderen hineinmarschierten.
Seite 62

Und an einigen Stellen konnte ich mich sehr gut in ihn hineinversetzen, wie es ist, als kleines Kind ungerecht behandelt und wütend zu werden, aber hilflsos zu sein. Er lernt bei diesem Abenteuer etwas über sich, seine Familie und vor allem etwas über die Insel, mit der er eng verbunden ist. Er entwickelt sich zu einem mutigen Jungen, der über sich hinauswächst. Ein Mutmach-Buch, das mich mit Magie begeistert hat.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: Wenn der kleine Junge im Sturm über die Insel getrieben wird, wurde die Beschreibung des Geschehens etwas verwirrend. Ob das ein Kind nachvollziehen und begeistern kann, ist fraglich. Das war aber die Ausnahme, die nur für einige Sätze vorkommt. Ansonsten gefiel mir der Schreibstil gut.

Fazit: Das perfekte Buch für die Ferien – ob nun verregnte oder solche mit langen Abenden im Sommer. Und auch wenn ich schon erwachsen bin, konnte ich hier in eine Welt abtauchen, die auch mich noch verzaubert hat.