Wer war/ist der Superheld?

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Die knapp 30jährige Jennifer lebt zusammen mit ihrem 11 Jahre alten Sohn Jonas in einem kleinen bayrischen Dorf, arbeitet dort als Kindergärtnerin und trainiert die Fussballkinder des Ortes. Sie hatte es in den vergangenen Jahren nie leicht in der Dorfgemeinschaft, musste sich immer durchbeißen und hat sich daher eine burschikos-ruppige Art zugelegt. Nur ihr geliebter Vater hat sie immer bedingungslos unterstützt. Nach dessen Tod steht sie nun jedoch davor, ihr Leben neu ordnen zu müssen. Da passt der „Überraschungsgast“ so gar nicht in ihre Pläne, der plötzlich vor ihrer Haustüre steht: ein Russe namens Philja, den Jonas sozusagen eingeladen hat zu ihnen zu kommen und bei ihnen zu wohnen. Jennifer fällt aus allen Wolken, doch sie sieht auch ein, dass der Russe wichtig für das Dorf ist. Denn die Dorfbewohner möchten gerne ein altes Bahnhofsgebäude kaufen und in ein Vereinsheim für den örtlichen Fußballclub umfunktionieren und Philja ist gekommen, um dieses Anliegen zu prüfen. So lässt sie den großen, bärtigen Russen wohl oder übel doch bei sich einziehen…
Pea Jung hat mit „Superheld fürs Leben gesucht“ eine witzige Liebeskomödie geschaffen, die jedoch auch durch leise Zwischentöne überzeugt. Die Hauptpersonen sind vielschichtig und wirklich interessant angelegt, allen voran natürlich Jennifer, die man trotz ihrer anfänglich sehr ruppigen Art im Laufe der Geschichte immer mehr kennenlernt und auch liebgewinnt. Der Erzählstil ist locker-leicht und spritzig, so dass man der Geschichte angenehm folgen kann. Humor und auch etwas Herzschmerz dürfen hier natürlich nicht fehlen und machen die ebook-Version mit ihren 136 Seiten zu einer netten, unterhaltsamen Lektüre für Zwischendurch.