Berührendes Buch mit tollem Spannungsaufbau

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theada Avatar

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Der von Travis Mulhauser geschriebene Roman "Sweetgirl" packt einen und lässt einen von der ersten Minute an nicht mehr los.
Percy, die 16-jährige Protagonistin, lebt zusammen mit ihrer drogenabhängigen Mutter in einem Haus in Cutler. Mit ihren jungen Jahren trägt sie schon eine Menge Verantwortung und im Lauf der Geschichte stellt sich heraus, dass sie noch zu weit aus mehr in der Lage ist. Als sie auf der Suche nach ihrer Mutter auf ein völlig verwahrlostes Baby trifft kann sie nicht anders: sie muss versuchen, es zu retten. Sie macht sich auf eine abenteuerliche und vor allem gefährliche Reise mit Hindernissen und großen Verlusten. Sie kämpft um das Wohl des Kindes und verdient sich somit am Ende ihr eigenes Happy End.

Travis Mulhauser hat die Fähigkeit, den Leser dauerhaft an die Geschichte zu fesseln. Vielleicht weil er brisante und auch zur Zeit aktuelle Themen verbindet. Drogenabhängigkeit und die daraus resultierende Verantwortungslosigkeit der Betroffenen. Was am Anfang mit dem Hund des Drogendealers Shelton passierte, das droht nun auch dem Baby. Das macht betroffen und regt zum Nachdenken an. Zu keinem Moment verlor die Geschichte an Spannung. Ein Fakt, der die Geschichte sehr kurzweilig macht, ich hatte viel Spaß beim lesen. Die Figuren sind gut charakterisiert so dass man glaubt, sie persönlich zu können. Davon lebt diese Story. Wie sonst sollte man mit einer Person wie Shelton am Ende nur noch Mitleid haben? Alles in allem war das eine runde Geschichte, in sich stimmig und vor allem mit einer Aussage, die jeder Leser für sich selbst in ihr finden kann und auch optisch macht sich "Sweetgirl" schön im Bücherregal. Ein rundum gelungenes Werk.