Einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe

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[Rezension] Targa von B. C. Schiller

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erschenungstermin: 10. Juli 2017
ISBN-10: 3328101519

Klappentext
Niemand kommt dem Bösen so nahe wie sie.

Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?


Autor
B.C.Schiller sind Barbara und Christian Schiller. Sie gehören zu den erfolgreichsten Hybrid-Autoren (SP & Verlag) im deutschsprachigen Raum und ihre Thriller haben bereits mehr als 1.300.000 Leser begeistert. Bisher haben sie fünfzehn Thriller veröffentlicht und viele waren Nr. 1 Kindle Bestseller und wochenlang in den Top 100 Charts. Im Jahr 2015 wurde der Tony Braun Thriller "Rattenkinder" bei Bastei Lübbe veröffentlicht. Im Sommer 2017 startet die neue ungewöhnliche Thriller-Serie "Targa" bei der Verlagsgruppe Random House/Penguin.

Bevor sich B.C. Schiller ganz dem Schreiben widmeten, sammelten sie viele ungewöhnliche Erfahrungen auf unterschiedlichen Gebieten, die sie oft in Ihre Romane einfließen lassen.
Barbara Schiller war als Marketing-Agentin für Unternehmen in Osteuropa und erlebte dort abenteuerliche Stories.
Christian Schiller veröffentliche mehrere Romane und verfasste für den ORF außergewöhnliche Radiofeatures über Schriftsteller mit kriminellen Neigungen – wie Jean Genet oder William Burroughs. Dazu interviewte er auch den berühmtesten Serienkiller Österreichs Jack Unterweger.
Diese Gespräche waren unter anderem auch Inspiration für „Targa“. Es war faszinierend für beide sich in den Kopf eines Serienkillers hineinzudenken und das Böse, das nicht nur abstoßend , sondern auch anziehend sein kann, gedanklich zu leben.
Eines wissen B.C. Schiller jetzt mit Gewissheit: „Noch nie sind wir dem Bösen beim Schreiben so nahegekommen wie mit der Geschichte von Targa.“

Cover
In einem leuchtenden Rot gehalten verblasst der Hintergrund, auf den die Frau, welche auf dem Cover mit dem Rücken zum Betrachter steht, blickt. Darauf steht in großen, metallischen Lettern „TARGA“. Das Cover gefällt mir recht gut und erzeugt schon eine gewisse Erwartungshaltung, was die Spannung im Thriller angeht.

Meinung
„Targa“ ist ein Thriller rund um Targa Hendricks, die als Findelkind mit ihrer Zwillingsschwester Yella vor einer Berliner Klinik abgelegt wurde. Im Gegensatz zu Yella trotzt Targa den Temperaturen und überlebt diese Nacht. Mit ihrer Schwester fühlt sie sich jedoch nach wie vor verbunden. Viel mehr als mit den lebenden Menschen in ihrer Umgebung.
All dies macht Targa zu einem außergewöhnlichen Menschen, denn um ihren Vater zu finden und damit ihre Vergangenheit zu beleuchten macht sie in Quantico eine FBI-Spezialausbildung und arbeitet danach beim BKA.

Targa ist ein wirklich gut gezeichneter Charakter. Ihre Vergangenheit prägt ihr Wesen und obwohl man nicht den tiefen Einblick in ihr Seelenleben bekommt empfinde ich sie als sehr authentisch. Mir gefällt, das sie eine Kämpferin ist, Ecken und Kanten hat und sich behaupten kann. Sie ist taff, grade heraus und kommt ohne die Klischees vieler anderer weiblicher Ermittler klar.
Hier kann ich schon einmal sagen, das dies der Auftakt einer Buchreihe ist und ich mich jetzt schon darauf freue weiterzulesen, vor allem auch mehr über die junge Frau und ihre inneren Dämonen zu erfahren. Charaktere aufzubauen schafft das Autorenduo wirklich gut und beweist dies nicht nur an Targa sondern auch an ihrem Gegenspieler, mit dem sie sich ein gnadenloses Katz- und Maus-Spiel liefert.

Im Hinblick auf das Genre „Thriller“ haben sich Barbara und Christian Schiller ganz an ihren Einband gehalten: es ist blutrot! Einige Szenen sind extrem detailliert und ich hätte mir gewünscht dies nicht vor meinem inneren Auge zu sehen. Schonungslos, grausam und nicht unbedingt etwas für schwache Nerven, dabei trotzdem ungewöhnlich und einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Auch Sprachlich hat dieser Thriller viel Spaß gemacht. Der flüssige und sehr gut zu lesende Text trägt federleicht durch die Geschichte und baut schon auf den ersten Seiten gehörig Spannung auf um seinen Leser immer wieder zum Atem anhalten zu verleiten.

Fazit
Wer einen Thriller sucht, der wirklich Thriller ist und seinen Leser nicht nur unterhält sondern regelrecht den Atem raubt sollte einen Blick auf Targa werfen.