Tochter des Drachenbaums

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Der Roman "Tochter des Drachenbaums" von Susanne Aernecke dreht sich um die beiden Frauen Romy und Iriomé. Die Schicksale der beiden Frauen sind durch einen besonderen Pilz miteinander verbunden. Dieser Pilz, Amakuna, heilt alle Krankheiten. Der Nachteil daran ist aber, dass alle Personen, die den Sud des Pilzes zu sich genommen haben wiedergeboren werden (oder so ähnlich). Deswegen wurde der Pilz zuerst nur von den Heilerinnen eines bestimmten Stammes auf La Palma konsumiert. Als die Inquisidoren die Insel stürmten änderte sich das aber schlagartig: Iriomé die letzte Heilerin des Stammes wird nach Spanien verschleppt, obwohl sie nur ihrem Herzen folgte. Romy, die Iriomé in einem späteren Leben darstellt geht es ähnlich. Auch sie verliebt sich und muss sich nun zwischen dem Geheimnis des Pilzes und ihrem Herzen entscheiden. Oder ist doch alles anders und Nic hilft ihr mit dem Pilz??
Was sich kompliziert anhört ist klar strukturiert. Am Anfang jedes Kapitels ist ein Symbol abgedruckt, das anzeigt, welche Frau nun die Hauptrolle spielt. Ich bin mir aber immer noch nicht sicher, wie das mit dem Schicksal funktionieren soll: Sind Romy und Iriomé ein und die selbe Person in zwei verschiedenen Zeiten, aber warum können sie sich gegenseitig sehen? Das wurde für mich nicht wirklich klar. Trotzdem ist das Buch gut geschrieben. Es ist leicht zu lesen und spannend. Aufgrund unerwarteter Wendungen bleibt die Spannung auch erhalten, obwohl das Buch wirklich umfangreich ist. Man fragt sich auch immer wer nun auf der Seite der Frauen steht und wer nur nach dem Pilz her ist. Die Frauen verhalten sich jedoch auch oft etwas unrealistisch. Das hört sich hört sich jetzt im Bezug auf einen mystischen Roman etwas eigenartig an, aber Romy z.B. ist etwas naiv, was das Geheimnis des Pilzes angeht. Sie posaunt es mehrmals herum und bearbeitet ihre Proben bei sich in der Arbeit. Danach wundert sie sich, dass Jeder von Amakuna weiß und der Pharmakonzern, für den sie arbeitet, Geld wittert.
Der Roman ist schön gestaltet. Das Cover ist ausklappbar und hat mir sehr gefallen. Auch die Symbole zu Kapitelanfang sind gut gewählt. Man merkt, dass sich Jemand sehr viel Mühe damit gegeben hat. Auch die Autorin schafft es eine irrationale Geschichte mehr oder weniger glaubwürdig dem Leser nahezubringen. Alles in allem lesenswert.