Erwartungen bleiben unerfüllt - abstrus!

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rebellyell666 Avatar

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Inhalt:

Maria Krause arbeitet in Dänemark als Rechtsmedizinerin. Als klar war, dass ihre enge Freundin Nkem in Odense eine Arbeitsstelle antreten würde, hat sie sich ebenfalls beworben.
Gleich die erste Leiche, die sie obduziert, stellt sie vor mehrere Rätsel: Zunächst wird an ihr ein Medikament gegen Lepra getestet und zum anderen scheint es, als sei das Mädchen Marias Tochter. Doch sie ist sich ganz sicher: Sie hat doch gar keine Kinder…

Kurzfazit:

Das Buch ist anfangs sehr interessant aufgebaut und driftet dann ins Schwachsinnige ab.

Meine Meinung:

Maria Krause ist in Wirklichkeit eine labile und unsichere Persönlichkeit. Ständig hängt sie sich an ihre Freundin Nkem, die sie mit ihrer Beständigkeit beschützen muss. Dabei macht Maria im Laufe des Buches zwar eine Entwicklung durch, diese ist aber nur negativer Natur.

Sie liebt es, eine Vergewaltigung auf Bestellung zu haben und nach und nach deckt sich die Geschichte um ihre Scheintochter auf.

Doch noch einmal zum Mordfall: Der Leser erfährt immer aus einer Art Tagebuch vom heranwachsenden Mörder, der für seine Mutter nur Verachtung empfindet. In der Schule sorgt er dafür, dass er gefürchtet wird und als er anfängt, Medizin zu studieren, sucht er sich erst einmal einen Gehilfen. Es wirkt schon langweilig, wenn man es liest. Der 0815-Mörder, wie er im Buche steht. Und da steht er ja auch wirklich drin! Wie oft haben wir denn schon gelesen: Er hat Tiere gequält, seine Mutter mochte er gar nicht, der Vater hat ihn womöglich nie beachtet oder ist gestorben/abgehauen und außerdem ist er hyperintelligent. Es wirkt schon wirklich langweilig, wie Susanne Staun ein Abziehbild wie ein Sticker in das Buch geklebt hat.

Leider ist ihre Protagonistin keine Rettung für die Geschichte. Immer mehr steigert sie sich in den Wahn hinein, die Mutter von dem jungen Mädchen zu sein, fühlt sich verfolgt und wird immer tiefer in den Sog hineingezogen. Lässt sich in der Mittagspause von ihrem Chef befriedigen, während sie so tut, als ob sie schläft. Tolle Szenen hat sich Staun ausgedacht. Da kann man nur staun(en)…

Natürlich hat der gesuchte Mörder schon länger gemordet, vergewaltigt und misshandelt. Er möchte doch vielleicht gefunden werden. Und man findet ihn auch. Dennoch wieder so verschachtelt und ausgedacht, dass man nicht sagen kann: Ja, das ist real, das sind tolle Protagonisten (die netten), die die fiesen Typen stellen (die blöden).

Fazit:

Ich dachte, ich bekomme hier einen tollen Serienauftakt präsentiert beziehungsweise eine aufsteigende Autorin. Leider ist ihr dies überhaupt nicht gelungen.