Düster skandinavisch und zu viele private Probleme

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toebi Avatar

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Wer düstere skandinavische Krimis mag und auf melancholische , mit Problemen behaftete Ermittler hofft, der dürfte bei diesem Krimi nicht enttäuscht werden.

Für mich war es das erste Buch von Ake Edwardson und „Toter Mann“ ist ein Teil einer Krimiserie, die schon etwas fortgeschritten ist. Es handelt sich hierbei um einen abgeschlossenen Fall, für den es keiner Vorkenntnisse aus vorangegangenen Teilen bedarf. Aus dieser Sicht ist es also kein Problem mittendrin einzusteigen. Was die Protagonisten und ihr Privatleben angeht, da bin ich mir nicht so sicher. Hier wäre es wahrscheinlicher ratsamer, die anderen Bände vorher gelesen zu haben. Kommissar Winter und seine Kollegen sind privat mit so viel beschäftigt und alle haben Probleme, dass diese Angelegenheiten hier sehr stark in den Mittelpunkt rücken und der eigentliche Kriminalfall eher zur Nebensache wird. Das hat mich sehr gestört. Ich hatte einstweilen das Gefühl, dass gar nicht richtig ermittelt wird. Mir hat eigentlich ein Polizeirevier als zentrale Anlaufstelle gefehlt. Ich hatte eher den Eindruck, dass hier jeder für sich ein bisschen ermittelt. Es gab keine Zusammenkünfte auf dem Revier, um die bisherigen Ermittlungsstände zu besprechen und Aufgaben neu zu verteilen. Aus dem Grunde finde ich, hat es auch lange gedauert, bis das Buch Fahrt aufgenommen hat. Mich hat das Buch daher nicht überzeugt, mich mit der Krimiserie rund um Kommissar Winter noch näher zu befassen.