puzzles und mysterien

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"Toter Mann" ist zweifelsohne ein Buch, das den Lesenden viel abverlangt. Viel Konzetration, Aufmerksamkeit, viel Mitdenken, um den roten Faden nicht zu verlieren, Zusammenhänge zu begreifen, die sich den Akteuren erst nach und nach erschließen. Die Handlung überspringt Zeiten und Räume, in ihrem Mittelpunkt stehen Ereignisse, die sich vor etlichen Jahrzehnten abgespielt haben und immer wieder die Fragen nach Schuld, nach Verfehlung und Rache. Wieviel kann der Mensch verzeihen, sich selber und anderen vergeben? Wann ist Schuld so schwerwiegend, dass sie alle in ihrem Sog mit sich zieht?

Die Grundstimmung des Buches ist nachdenklich, zerrissen wie ihre Akteure, streckenweise sehr düster und zutiefst menschlich und lebensnah.

Ein Lesegenuss der anspruchsvollen  Art für alle die, die bereit sind, sich auf eine weite Reise zu begeben, auf der sich auf manch einer Seite auch sich selber begegnen mögen.