Spannend und aufrüttelnd

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schnapsi Avatar

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Die Autorin Maja Lunde hat sich durch Ihre Bücher bereits einen Namen gemacht. Das weckt natürlich auch bestimmte Erwartungen. Mit dem Buch über die Grenze hat sie die Welt der Kinder für sich eingenommen.

Das Buchcover wirkt etwas düster aber auch Spannung erzeugend. Er ist passend zu Inhalt und Wirkung der Geschichte.
Die Geschichte selbst spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Schauplatz ist hierbei Norwegen. Die Autorin beschreibt zum einen das Zusammenleben mit Geschwistern und deren Unterschiedlichkeit. Dies kommt bei Otto und Gerda sehr gut zur Geltung. Zum anderen geht es um die Zeit des Krieges, die Knappheit der Resourcen.

Die zwei Hauptcharaktere werden in ein Abenteuer gelockt, dass mit bitterem Ernst einhergeht. Während sich Gerda in kindlicher Phantasie die Rettung zweier Freunde als lustiges Abenteuer und total unkompliziert vorstellt, wittert ihr Bruder Otto jede auch noch so kleinste Gefahr und möchte eigentlich nichts mit der Sache zu tun haben.

Die Geschichte ist sehr schön aufgebaut und erzählt. Die Autorin erzählt hierbei keine düstere Geschichte und lässt die wirklich schlimmen Dinge, die passiert sind oder passieren können für den Leser aus. Sie hat aber auch sehr viele Textpassagen, bei der man sich überlegt, ob dies für ein Leser ab 9 Jahren wirklich geeignet ist, da man sich schon mit Fragen zum Konzentrationslager und der Judenverfolgung konfrontiert sieht.

Mein Gesamtfazit zum Buch:
Das Buch ist empfehlenswert wenn man sich mit Kindern mit dem Thema Weltkrieg auseinandersetzten möchte. Die Autorin lässt viel Raum um den Kindern Begrifflichkeiten zu erklären ohne Vorzugreifen. Die Geschichte ist spannend und phantasivoll erzählt. Ein Stern Abzug gibt es jedoch von mir, da ich das Lesealter ab 9 Jahren zu früh emfpinde um dieses Thema mit meiner Tochter näher zu erörtern. Ansonsten eine klare Kaufempfehlung