Um Mitternacht

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annabas Avatar

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Inhaltsangabe:

Der pensionierte FBI-Agent Scott McKenzie erhält vom wohlhabenden Sammler Ackerman den Auftrag, eine Kopie des seit langer Zeit verschollenen Stummfilms „Um Mitternacht“ aufzutreiben. Um diesen Film ranken sich viele Legenden – angeblich brannten alle Kinos, in denen der Film gezeigt wurde, nieder. Und angeblich waren unter den Schauspielern echte Vampire. McKenzie lässt sich nicht beeindrucken und macht sich auf die Suche. Er ist nicht der Erste, der den Film versucht hat zu finden. Bei seinen Recherchen spricht er mit Privatdetektiven, Sammlern und allerhand skurrilen Persönlichkeiten – und erlebt eine merkwürdige Reise durch die Welt und die Zeiten des Stummfilms ...

Der erste Satz:

„Forrest Ackerman lebte für die Monster, und einige von ihnen, die legendärsten, hatten es ihm zu verdanken, dass sie noch am Leben waren.“

Meine Meinung zum Buch:

Das Buch war für mich nicht ganz einfach zu lesen, denn es wird die ganze Zeit über aus der Sicht des Erzählers McKenzie berichtet. Und es ist tatsächlich ein Bericht, McKenzie erzählt dem Leser die Ereignisse. Am Anfang hat mir das sehr gut gefallen, aber mit der Zeit wurde mir das zu einseitig, ich hätte gerne mehr Abwechslung gehabt.

Aber da ich selbst ein Fan von historischen Filmen und Filmgeschichte bin, fand ich die Geschichte an sich trotzdem noch spannend. Außerdem waren die Fakten exzellent recherchiert, die Andeutungen und Bezüge zu den Schauspielern, Filmen und Studios haben mir sehr gefallen und ich habe Lust bekommen, mich weiter mit der Filmgeschichte zu beschäftigen – ein Thema, das ich in den letzten Jahren etwas vernachlässigt habe.

Zu den Personen konnte ich keinen so richtigen Bezug herstellen, das lag sicher an der Erzählweise, denn: McKenzie interessiert sich weniger für die Personen an sich, sondern ausschließlich für ihr Wissen und ihre Beteiligung am gesuchten Film. Und da die ganze Geschichte aus McKenzies Perspektive geschrieben ist, erfahren wir auch nichts, was er nicht selbst fragt bzw. in Erfahrung bringt. Genauer gesagt: was McKenzie nicht interessiert, steht auch nicht im Buch.

An sich finde ich die Idee, einen Detektiv auf die Suche nach einem verschollenen Stummfilm zu schicken, toll und sie passt genau in mein Beuteschema. Allerdings hätte ich mir eine andere Umsetzung gewünscht.

Mit der Bewertung tue ich mich hier sehr schwer – vom Inhalt her ist es großartig, von der Ausführung her aber nicht so ganz mein Fall.