Chapeau!

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usella an dallein Avatar

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Das Buch "Und dann steht einer auf und öffnet das Fester" von Susann Pásztor umfasst lediglich 288 Seiten.

Das Cover hatte mich ursprünglich auf ein Jugendbuch tippen lassen. Den Titel des Buches habe ich erst fast am Ende, auf Seite 284. begriffen, ihn im Nachhinein für sehr passend empfunden.

Die Geschichte, die in den einzelnen Kapitel aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird, ist keine leichte Kost. Ob nun der ehrenamtlicher Sterbebegleiter, der Schüler und Nerd, der Hausmeister mit Hund oder die Studentin aus der Nachbarschaft, alle nehmen Teil am Sterben der Protagonistin Karla. Jeder auf seine Art und Weise, jeder so gut er kann und alle leiden auch mit, weil es keine Heilung gibt und die Hilfe nicht mehr Großes bewirkt. Und doch hat der Leser den Eindruck, dass sie ihre Sache gut machen.

Mich hat der Roman sehr beeindruckt. Ich sehe die Hospizarbeit mit ganz anderen Augen. Dieses Buch werde ich sehr gerne weiterempfehlen.