Und du bist nicht zurück gekommen

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sternenfee Avatar

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Dieses Buch ist ein Brief einer Auschwitz-Überlebenden an ihren Vater. Beide wurden nach Auschwitz-Birkenau deportiert, die damals 16-jährige Tochter überlebt, ihr Vater nicht. Die Autorin beschreibt in aller Offenheit die Grausamkeiten des Lagers. Doch vor allem bleibt sie nicht dort stehen. Es gibt viele Bücher, die sich mit dem Lagerleben beschäftigen. Doch dieses Buch beschreibt vor allem auch die Zeit danach. Eine Rückkehr zu einem Leben welches keine Normalität mehr zulässt. Das tägliche Kämpfen mit den Folgen und Erinnerungen des Lebens im Lager. Diese Herangehensweise an die Thematik hat mir sehr gefallen.
Und doch...irgendwie konnte mich der Schreibstil dieses Buches nicht so sehr fesseln. Vielleicht liegt es an der Kürze des Buches, ein Brief der 70 Jahre beschreibt. Dadurch wird vieles nur kurz angeschnitten, es gleicht oft einer Aufzählung von Lebensereignissen. Wenn man sich vor Augen hält, dass man einen Brief liest, dann mag dies ausreichend sein. Wenn man ein Buch lesen möchte ist man vielleicht enttäuscht davon. Und dennoch, es ist gut, dass es geschrieben wurde eben weil es sich auf das Leben nach dem Holocaust bezieht.