Nichts für Zartbesaitete

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homer Avatar

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Eva erhält eine Einladung zu einem Fest in ihrem Heimatdorf. Seit ihrem Wegzug ist sie nie wieder dort gewesen. Doch nun packt sie einen großen Eisklotz in ihr Auto und fährt los.

Ab diesem Punkt wird Evas Geschichte erzählt. Sie kommt aus einer sozial schwachen Familie, ihre Eltern sind Alkoholiker. Sie sehnt sich nach Freunden, die sie auch findet. Lauren, Pim und Eva sind fortan unzertrennlich. Die beiden Jungs geben Eva das, was sie zu Hause nicht bekommt. Sie tut alles für ihre Freunde.

Mit der Pubertät ändern sich die Interessen. Das andere Geschlecht gerät zunehmend in den Fokus. Doch das Trio hält nach wie vor zusammen, bis es zu einem unglaublich brutalen Ereignis kommt, das Evas Leben für immer verändert.

Lize Spit nimmt kein Blatt vor den Mund, auch wenn man es sich um Ende hin wünschen würde.

Der überwiegende Teil des Buches liest sich wie ein Jugendroman, eine Sommergeschichte über Heranwachsende unterschiedlicher Schichten in einem kleinen Dorf. Ich habe mich ständig gefragt, was noch passiert, warum Eva einen Eisklotz mit sich herumschleppt. Doch aus Spiel wird Ernst. Was dann passiert liest man nicht einfach und wendet sich dann seinem Alltag zu. Ich habe noch lange an diese brutale Szene und das Ende nachgedacht.

Für diese ruhige Geschichte, die sich von einem Moment auf den anderen in ein Horrorszenario wendet, gebe ich die volle Punktzahl.