Debüt von Tina Seskis - zum Glück geschehen

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Eine Frau verlässt ihre Familie, um in einer anderen Stadt ein neues Leben anzufangen. Warum? Was ist vor etwa neun Monaten passiert, dass es soweit kommen musste?
Emily oder besser gesagt Catherine (so der "neue" Vorname) schafft das auch prima. Das Glück ist oft auf ihrer Seite, sie findet schnell eine Wohnung, sogar eine Freundin und bald einen Job - das liest sich, wenn ich das so schreibe, wahrscheinlich kitschig oder zu einfach, aber es passt einfach und mich hat es kein bisschen gestört. Das, was Catherine erlebt, wird in der Ich-Form erzählt, anderes (z. B. Rückblenden aus ihrer Kindheit) in der Erzählform.
Der Roman ist flüssig geschrieben, ich konnte sehr gut dran bleiben - die letzten 100 Seiten (also das letzte Drittel) habe ich in einem Rutsch durchlesen müssen (zum Glück hatte ich die Zeit dafür), weil es so spannend war und ich endlich wissen wollte, was denn der Grund für die Flucht war.
Die Auflösung ist sensationell - und ich habe nach dem Ende nochmal kurz quer lesen müssen, warum versteht nur der, der das Buch schon kennt - und schlüssig. Und es geht auch nach der Auflösung noch weiter.
Für mich eines der besten Bücher dieses Jahres! Hoffentlich bekommen wir noch mehr von der Autorin zu lesen!