Mordshunger

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toebi Avatar

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Der zweite Fall von Brassoni in Venedig, der mit einem Mord an einem Sternekoch beginnt. Für mich ein klassischer Krimi. Der Mord geschieht gleich auf den ersten Seiten und dann beginnt die Ermittlungsarbeit. Es gibt mehrere Verdächtige und dann noch ein paar Techtelmechtel unter den Verdächtigen und auch Brassonis Privatleben zeigt ein paar Turbulenzen. Brassoni und seine Kollegen ermitteln zügig. Es gibt keine verzögernden Rückblenden oder Parallelhandlungen und dennoch wird die Atmosphäre in Venedig sehr gut vermittelt. Daniela Gesing streut immer wieder italienische Ausdrücke ein und beschreibt die Touristen überströmte Stadt mit ihren Vor- und Nachteilen, so dass man als Leser doch einen realistischen Eindruck von Venedig bekommt. Ohne den ersten Teil zuvor gelesen zu haben, hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass hier etwas vorausgesetzt wurde, um die Charaktere im zweiten Teil besser verstehen zu können. Mir haben aber die „Venezianischen Delikatessen“ so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall noch den ersten Teil lesen möchte. Ich finde auch nicht, dass man hier einen Vergleich zu den Krimis von Donna Leon ziehen sollte. Mir missfallen solche Vergleiche generell. Ein solider Krimi, der sich sehr schnell lesen lässt und nebenbei läuft einem das Wasser im Mund zusammen, wenn das eine oder andere italienische Gericht erwähnt und beschrieben wird.