Venezianische Delikatessen

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eule90 Avatar

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In Venedig treibt unter der Rialtobrücke eine Leiche. Schnell wird klar, dass es sich hier um den Meisterkoch Nicolo Zamparoni handelt. Ein neuer Fall für den Kommissar Luca Brassoni und seinen Kollegen Maurizio Goldini. Die Ermittlungen ziehen sich ziemlich lange hin. Es werden alle Personen befragt, die etwas mit dem Koch zu tun hatten, doch keiner scheint Verdächtig zu sein. Auch die Bilder von diversen Überwachungskameras geben keinen Aufschluss. Sie zeigen lediglich, dass die Kommissare nach einem Mann mit dunkler Kleidung und Hut suchen müssen.
Kurz nach dem Tod Zamparonis wird seine Küchenhilfe Überfallen und verletzt. Aufgrund von Komplikationen nach der OP verzögert sich die Befragung von ihr stark. Schon passiert auch schon der nächste Mord an einem Mitarbeiter Zamparonis, wieder ohne dass neue Hinweise auftauchen. Gleichzeitig wird in der Villa von Zamparoni eingebrochen, zwei Polizisten werden verletzt. Bei der verwendeten Schusswaffe handelt es sich um eine Waffe eines bekannten Mafiosi. Damit nimmt der Fall an Brisanz zu. Es dauert nicht lange und selbst Brassonis Familie gerät in die Schusslinie. Gelingt es ihm, den Fall rechtzeitig zu klären, bevor noch mehr passiert?

Mir hat dieses Buch nicht ganz so gut gefallen. Die Geschichte an sich ist zwar spannend, aber leider nicht gut umgesetzt. Es passiert sehr viel in kurzer Zeit und trotzdem kommt keine Spannung auf. Auch fand ich manche Dinge etwas unrealistisch. Lange Zeit ist für die Ermittler das Erkennungsmerkmal des Täters ein Hut und Tatsächlich ist jede Person, die in der Geschichte auftaucht immer der gesuchte Täter. Ich frage mich: Trägt in Venedig sonst niemand einen Hut?? Auch dass die Küchenhilfen sofort darauf kommen, wer der Mörder ist, nach dem sie den Hut in einem Spind gesehen haben finde ich sehr weit hergeholt. Das sind Details, die mir den Lesespaß genommen haben. Den Schreibstil fand ich sonst eigentlich ganz gut. Auch dass viele italienische Wörte mit eingebaut wurden hat mir gefallen. Manchmal war das allerdings doch etwas zu viel, ich konnte sie nicht übersetzen und das hat mich dann etwas frustriert.
Alles in Allem fand ich das Buch für einen Krimi nicht spannend genug. Die Geschichte pätscherte die ganze Zeit so vor sich hin. Selbst als zum Schluss der Täter entlarvt und gefasst wurde kam bei mir keine Spannung auf. Bei einem guten, spannenden Buch, kann ich dieses während der Aufklärungsphase kaum noch aus der Hand legen. Das war hier nicht so. Auch wenn das Buch kaum vorhersehbar war, so hat mich das Ende doch nicht überrascht.