Vera und das Dorf der Wölfe

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eule90 Avatar

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Vera ist 13 Jahre alt und zieht mit ihrem Vater in das kleine norwegische Dorf Rønset. Ihr Vater will hier ein Buch über Wölfe schreiben. Schon am ersten Tag bekommen sie Beiden zu spüren, dass die Dorfbewohner keine Freunde der Wölfe sind. Sie haben Angst, dass sie durch die Wölfe ihre Schafe verlieren. Vera freundet sich schon schnell mit dem gleichaltrigen Gustav an. Zusammen entdecken sie etwas Geheimnisvolles. Vera hat in einer geliehenen Kommode eine Mütze gefunden, auf deren Verpackung ihr Name stand. Als sie die Mütze aufsetzt kann sie Stimmen hören, weiß jedoch nicht woher diese stammen. Schon nach kurzer Zeit findet sie gemeinsam mit Gustav heraus, dass es Hunde, beziehungsweise Wölfe sind, die sie hören kann. Mit Hilfe der Mütze gelingt es Vera und Gustav einen Wolf vor den wütenden Dorfbewohnern zu retten. Doch damit sind die Probleme nicht gelöst und Vera rutscht unversehens in ein fast schon magisches Abenteuer, an dessen Ende sich aber alles zum Guten wendet.
Am Anfang habe ich das Buch für eine Geschichte gehalten, die von einer Besonderen Beziehung zwischen einem Mädchen und Wölfen handelt. Ich hätte nicht gedacht, dass etwas Magisches darin vorkommt. Ich kann auch nicht genau sagen, wie ich das finde. Einerseits ist es eine große Überraschung und hebt die Spannung des Buches, andererseits hätte ich mir auch eine natürliche Erklärung für die Verbindung zwischen Vera und den Wölfen gewünscht. Das Buch ist trotz Allem sehr spannend zu lesen und fesselt den Leser sofort. Lediglich eine Tatsache hat mich die ganze Zeit gestört. Die Wölfe werden sowohl im Titel als auch im Klappentext sehr hervorgehoben. Auch wenn sie natürlich eine große Rolle spielen, kommen sie meiner Meinung nach etwas zu kurz. Sie treten lediglich zweimal im gesamten Buch auf, ansonsten dienen sie lediglich als Gesprächsthema. Ich hätte mir gewünscht, dass Vera mehr Kontakt zu den Wölfen hat, welches sicherlich die Spannung noch erhöht hätte.
Ansonsten aber ein Buch welches ich jederzeit wieder lesen und auch weiterempfehlen würde. Zumindest, wenn man keine detaillierte Wolfsgeschichte erwartet.