Vera und die Wolfsjäger

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misao Avatar

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Das Cover:
Das Cover ist herrlich anzusehen und verleitet sicherlich viele Kinder und Eltern zum Kauf des Buches. Das Format ist genau richtig für dieses Buch gewählt und fühlt sich gut in der Hand an. Außerdem vermittelt es Kindern somit mehr gelesen zu haben und wirkt positiv.

Zum Inhalt:
Vera zieht mit ihrem Vater in das stille Örtchen Ronset. Dort will Veras Vater ein Buch über Wölfe schreiben, da diese immer noch missverstanden und gejagt werden. Doch schon bei der Ankunft in Ronset merkt Vera, dass das Dörfchen vor allem von Wolfsgegnern bewohnt wird, die ihr und ihrem Vater alles andere als freundlich gesinnt sind. Dennoch freundet sie sich mit dem Jungen Gustav, dem Sohn einer der Wolfshasser an und gründet mit ihm einen kleinen Judo-Klub.
Doch in ihrem geheimen Trainingsraum machen sie eine erschütternde Entdeckung: eine Kiste voler Waffen, offensichtlich für die Wolfsjagd.
Mit einer geheimnissvollen Mütze, die an Vera adressiert war, kann sie mit Hunden und Wölfen kommunizieren und beschließt mit Gustav den Wolf zu verscheuchen, um ihn vor den Jägern zu retten.
Doch der alkoholkranke Birger versucht mit allen Mitteln an die Mütze zu kommen, koste es was es wolle...

Meine Meinung:
Mir hat die Grundidee mit der Mütze, wodurch Vera mit Hundeartigen reden kann sehr gefallen; leider fand ich sie nicht gerade ausgereift, genau wie der Rest der Geschichte. Veras Vater ist naiv und kümmert sich zu wenig um Vera, da er sich vor allem um sein Buch kümmert. Vera verheimlicht eine schlimme Straftat, die ihr angetan wurde, und stellt die Heldentat des Wolfes nicht richtig, sodass sogar ihr Vater seine Meinung zum Thema Wolf überdenkt.
Das Lesen fand ich angenehm spannend und unterhaltsam, aber am Ende hat man doch noch einige Fragen, da das Buch sehr vordergründig ist. Zum Beispiel: Was war Margareta genau? Eine weiße Hexe? Und wieso ist ihr Sohn trotz elterlicher Fürsorge so böse geworden.
Außerdem verstehe ich nicht, wie der Wolf über den Zaun gekommen ist. Jeder der sich nur ein wenig mit Wölfen auseinandersetzt, weiß, dass schon ein Zaun von 1,20 m einen Wolf abhalten kann.
Trotz dieser vielen Kritikpunkte hat es mir gut gefallen, und für Kinder ist es sicherlich auch sehr Unterhaltsam (außer vielleicht die Stelle, an der sich Vera vorstellt, wie das Lamm lebendig begraben ist, das hat selbst mich schwer schlucken lassen).