Verletzung

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"Verletzung" scheint nach dieser Leseprobe eher eine Doppelbedeutung zu haben. Zum einen die aufgefundene Leiche, die ganz offensichtlich ermordet wurde und zum anderen betrifft es auch die Protagonistin Kriminalhauptkommissarin Toni Stieglitz, die von ihrem Mann (ebenfalls Polizist) geschlagen wird. Man hört und liest ja oft, dass Frauen als Opfer von gewalttätigen Männern es nicht schaffen, aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Bei einer Polizistin verwundert es mich allerdings noch mehr, dass sie als eigentlich starke Persönlichkeit es nicht schafft, sich gegen ihren Mann zu wehren. Erst ein junger Kollege, der nach einem Streit der beiden, in dem Toni wieder einmal geschlagen wurde, von den Nachbarn gerufen wurde, verschafft ihr zehn Tage Pause, indem er ihren Mann des Hauses verweist. Und dieses Mal nutz Toni die Gelegenheit und packt ihre Koffer, Trotzdem läuft sie wie ein verscheuchtes Kaninchen durch die Gegend und traut sich kaum in ihr neues zu Hause zurückzukehren. Wie lange wird diese Angst sie so unter Kontrolle haben? Und das als Polizistin?!

Manuela Obermeier schreibt sehr spannend und da sie ja als gelernte Polizeihauptkommissarin vom Fach ist, weiß sie auch worüber sie schreibt. Für die Leser natürlich sehr gut - eine Krimi-schreibende-Hauptkommissarin. Ich freue mich, dass "Verletzung" der Start zu einer neuen Krimireihe mit der sympathischen Protagonistin ist und freue mich schon auf die Verlosung, Gerne wäre ich beim Debüt mit dabei. Die gefundene Frauenleiche ist schließlich auch der Beginn einer Mordserie und hier ist das Mitermitteln einfach Pflicht. Fünf Sterne für die gelungene Leseprobe.