Das Ende hallt nach, aber begeistert.

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-mareike- Avatar

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Buck Ferris, ein Archäologe, kommt unter mysteriösen Umständen um und Marshall McEwan setzt alles daran, den Tod aufzuklären. Buck war wie ein Vater zu ihm. Wer könnte ein Motiv gehabt haben? Leider fast alle aus der Stadt und Umgebung, denn eine neue Papierfabrik sollte auf dem Gelände entstehen, auf dem Ferris gegraben hat. Mit einem historischen Fund hätte dieser das ganze Bauvorhaben vernichten können und somit sehr vielen Menschen die Hoffnung auf Arbeit genommen. Auch der Pokerclub in Bienville hat ein Anliegen, dass die Fabrik und mit ihr eine neue Brücke und Straße gebaut werden.

Ich habe die über 800 Seiten fast an einem Stück gelesen. Ich mochte die Geschichte, mochte es, dass es nicht ein typisches gut und böse gab, sondern dass fast jede Figur schwarz-weiß-grau war, man also teils Dinge und Handlungen nachvollziehen konnte - auch moralisch - als auch den Kopf geschüttelt hat. Außerdem mochte ich die detailliert beschriebenen Situationen - vor allem die Mutproben-Nacht vom jüngeren Marshall. Iles hat es geschafft, dass ich mir Landschaften und Personen sehr gut vorstellen konnte und auch wenn mich das Ende zwar begeistert hat, aber die letzten 100 Seiten dahin nicht ganz so, ist es für mich alles in allem ein stimmiges Buch. Gerade das Ende finde ich regt sehr zum Nachdenken an und hallt nach.
Durch den etwas schnellen, komischen Showdown wurden es zwar für mich persönlich nur 4 von 5 Sternen, aber ich werde mir definitiv ansehen, welche Bücher der Autor noch geschrieben hat.