Einstieg mit Sogwirkung

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stephi Avatar

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Eines scheint klar zu sein: Bei den paar Tagen, die Dr. David Hunter für seinen aktuellen Auftrag eingeplant hat, wird es wohl nicht bleiben. Die Aussichten, mehrere Leichen eines Serienvergewaltigers und -mörders zu finden, sind dafür einfach zu gut.

Es handelt sich um ein wahrhaftiges Monster und das verspricht Spannung. Irgendetwas vermittelt das Gefühl, dass es nicht bei den vier bisherigen Opfern bleiben wird. Da Monk, der geständige Täter, jedoch hinter Schloss und Riegel sitzt, dürfte sich hinter allem noch viel mehr verbergen.

Simon Beckett und Dr. David Hunter sind ein Dreamteam, das war bisher so und das zeichnet sich auf den ersten wenigen Seiten von "Verwesung" erneut ab. Hunter zieht den Leser sofort in seinen Bann. Die Verknüpfung von Familie und Beruf ergibt das komplexe Bild einer Person, die trotzdem geheimnisvoll bleibt.

Beckett versteht es, den Leser sofort zu fesseln. Seine rechtsmedizinischen Einstiege in die Handlung sind grandios, geben augenblicklich die Marschrichtung für einige spannende Lesestunden vor. Es gelingt ihm, die so erzeugte Anspannung zu nutzen. Durch den sofortigen Einstieg in die Handlung lässt ein Durchatmen kaum zu, man wird automatisch dazu angetrieben, immer weiter zu lesen. Die Beschreibungen der Umgebung, in die Hunter kommt, gepaart mit Einblicken in den aktuellen Ermittlungsstand tuen ihr Übriges.

"Verwesung" liest sich wunderbar an, diese wenigen Seiten wecken Neugier und das dringende Bedürfnis, mehr davon zu lesen.