Überraschung des Jahres

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ava.hafenkind Avatar

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"Vielleicht tanzen wir morgen" - so positiv der Titel des Buches auch klingen mag, so negativ ist der Anfang. Der Leser wird direkt in eine traurige, düstere Stimmung versetzt, die leicht vom lesen abschreckt.
Mascha hat vor einigen Jahren ihren Sohn verloren. Ertrunken ist er und seine Leiche, nie gefunden. Sie möchte, wahrscheinlich um ihm nahe zu sein, das Gefühl, zu ertrinken, spüren und geht regelmäßig ins Schwimmbad um sich dort unter Wasser zu halten, bis sie nichts mehr spürt. Doch ausgerechnet im Schwimmbad und auf dem Friedhof, wo sie trauert, begegnet sie Menschen, die ihr die Freude des Lebens wieder zurück bringen.
Ich war anfangs von der düsteren Stimmung abgeschreckt und wollte nicht mehr weiter lesen, allerdings leg ich auch nur sehr ungern Bücher wieder beiseite. Und es war großartig. Eins der bewegendsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe.