Einerseits schon nicht schlecht, anderseits habe ich mir mehr erwartet, vor Allem Spannung

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thrillerlady Avatar

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Vier, Zwei, Eins - Vier Menschen, Zwei Wahrheiten, Eine Lüge von Erin Kelly (Roman, 2018; Fischer Scherz)

Auf dieses Buch war ich ganz besonders gespannt, vor Allem, nachdem ich die Leseprobe dazu gelesen hatte, wollte ich einfach wissen, was mich hier erwarten würde.

Vorab muss ich hierzu sagen, dass es sich bei diesem Buch um einen Roman handelt, der allerdings als Thriller vermarktet wird, sprich er ist in den Buchhandlungen in der Krimi/Thrillerabteilung zu finden. Letztendlich würde ich ihn als Spannungsroman betrachten.

Nachdem ich dann mit dem Lesen begonnen hatte folgte dann doch recht schnell die Ernüchterung. Die Leseprobe deckte sich nicht mit dem, was ich da dann las. Dass, was ich in der Leseprobe recht schnell zu lesen bekam, sprich innerhalb der ersten 40 Seiten kam in Wirklichkeit erst nach ca 80 Seiten zu Tage. Sprich das Interessante, was dieses Buch für mich hätte ausmachen können, kam erst viel später zum Vorschein, als gedacht.

Somit war meine Leseerwartung schon etwas getrübt und somit auch mein Lesevergnügen. Somit vergingen einige Tage, bis ich das Buch wieder zur Hand nahm, um es dann doch innerhalb von wenigen Tagen endlich zu beenden.

Was soll ich sagen? Wie bereits erwähnt hat es mir letztendlich dann doch besser gefallen, als gedacht, jedoch erst, nachdem ich dem Buchende immer näher kam. Dieses lag einfach an der Wendung, die dich vielleicht so 150 Seiten vor Schluss dann abzeichnete. Diese war jedoch nicht so einschlagend und spektakulär, wie erhofft. Zwar schon nicht schlecht und durchaus gut durchdacht, aber mir fehlte eindeutig das Spektakuläre, was ich doch gerade bei diesem Buch so erwartet hatte. Schließlich war ich so supergespannt auf dieses Buch.

Was mir jedoch absolut fehlte, war die Spannung. Die habe ich eigentlich durchgehend vermisst. Klar, gab es sowas, wie eine Grundspannung, halt die, die einen das Buch weiterlesen lässt, aber das hat für mich nichts mit der Spannung zu tun, die ich bei so einem Buch erwarte. Natürlich war ich gespannt darauf zu erfahren, warum Laura und Kit 15 Jahre nach diesem Vorfall unter falschem Namen woanders leben und welches Geheimnis besser im Dunklen geblieben wäre, aber das was mir an Grundspannung geboten wurde, reichte mir einfach nicht.

Was mich das Buch letztendlich dann doch noch besser bewerten lässt, als anfangs gedacht ist zum Einen die bereits angedeutete Wendung, sowie einen geschickt geführte Interaktion ganz zum Ende des Buches. Das lässt den Leser ganz zum Ende nochmal innehalten und die Luft anhalten, denn mit sowas hätte ich nicht gerechnet.

Fazit:

Ein Buch, was alleine durch sein Cover und seine Erscheinung absolut neugierig machte, letztendlich für mich jedoch nicht ganz das halten konnte, was es versprach, auch wenn es zum Ende hin doch noch besser wurde. Habe mir wesentlich mehr von der Story erhofft, somit ist es für mich mittelprächtig.
Note: 3