Schläfer, überall!

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pablo Avatar

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Bei dem Versuch russische Agenten zu enttarnen macht die CIA-Analystin Vivian eine unfassbare Entdeckung: Bei den Fotos von sogenannten Schläfern befindet sich auch ein Bild ihres Ehemannes.
Auf der Suche nach dem richtigen Umgang mit dieser unglaublichen Situation beginnt ein ständiges Wechselspiel aus familiären und beruflichen Aspekten, aus Vertrauen und Misstrauen, aus Erinnern an die Vergangenheit und Auseinandersetzen mit der Gegenwart und letztendlich aus gefangen sein und entkommen.

In einigen Passagen dieses Thrillers wie zum Beispiel der Beschreibung der Arbeitsplätze und den Umgang unter Kollegen ist der Autorin Karen Cleveland anzumerken, dass sie selbst eine ehemalige CIA-Mitarbeiterin ist. Doch in sehr viel entscheidenderen Szenen wie der Entscheidungsfindung einer langjährigen Geheimdienst-Analystin lässt der Bezug zur Realität zu wünschen übrig.

Alles in allem ist Wahrheit gegen Wahrheit zwar flüssig und halbwegs spannend geschrieben, verkommt aber im undurchsichtigen und unrealistischen Verlauf der Geschichte zu einer abgedroschenen guter Ami - böser Russe-Story.