Unglaublich schön!

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wortteufel Avatar

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Ich habe "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky als Hörbuch gehört, gelesen von Sandra Hüller und auf den ersten Metern war ich mir eigentlich sicher: Diese Geschichte und ich, das gibt nichts! Wenn nicht, ja wenn ich nicht tatsächlich zwei Tage zuvor im Zoo dieses seltsame Tier gesehen hätte, nicht Fisch nicht Fleisch, und nicht so herzhaft über meinen kleinen Sohn gelacht hätte, der über Esel, Nasenbär und Giraffe versuchte zu raten, was er denn da eigentlich sah. Denn damit beginnt die Geschichte von Luise und ihrer Großmutter Selma, mit einem Okapi oder besser, mit einem Traum von einem Okapi. Einem Traum von einem so unwirklichen, unwahrscheinlichen Tier, dieser Traum muss etwas bedeuten und immer, wenn Selma von einem Okapi träumt, muss ein nahes Leben enden.
Wer sich über das erste Kapitel auf die Geschichte einlässt, wird belohnt mit der wunderbar erzählten Geschichte eines ganz und gar normalen Lebens in einem Dorf im Westerwald, einer Geschichte von Menschen, die das Leben mal näher zusammen bringt und manchmal auch entfernt und die so wundersam sacht und fast märchenhaft dahinplätschert, dass man sich wünscht, sie würde nie enden.
Doch natürlich endet sie, mit einem Okapi - anders hätte es auch nicht sein können!