Spannend mit viel kulturellem Hintergrund

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misao Avatar

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Der Detektiv Ray Lovell wird von einem Mann namens Leon Wood beauftragt seine vermisste Tochter Rose Janko zu finden. Er befürchtet, dass ihr Mann sie umgebracht hat. Das Problem: Sie ist schon seit 7 Jahren verschwunden. Bisher hat er sich keine Mühe gemacht sie zu finden, aber da nun Rose’s Mutter gestorben ist, möchte er endlich Gewissheit. Ray Lovell nimmt den Fall an und macht sich mit der eigentümlichen Romafamilie Janko vertraut. Durch das auftauchen des Detektivs wird die Familie unruhig, denn einige von ihnen verbergen ein Geheimnis. Zudem hat die Familie mit einer Familienkrankheit zu tun, die alle Männer der Familie betrifft und schon viele Männer und Jungen dahingerafft hat.
JJ ein Romajunge, der der zweite Hauptprotagonist ist, ist sehr besorgt um Christo, den kleinen Jungen von Rose und Ivo Janko, denn er leidet stark an seiner Krankheit. Ivo Janko wurde in jungem Alter auf ominöse Weise in Frankreich geheilt, doch seine Schwester musste damit mit dem Leben bezahlen. Ray Lovell stellt sich der gewagten Aufgabe Rose zu finden und Christo zu helfen. Doch was, wenn das Verschwinden von Rose gar nicht das eigentliche Familiengeheimnis ist?

Ein Detektiv, der zwar Romablut in sich hat, aber in geregelten Verhältnissen aufwuchs trifft eine typische Romafamilie mit Bauwagen, Stolz auf ihre Herkunft und Argwohn gegenüber „Gorjio“ (Nicht-Roma). Der Leser erforscht mit Ray Lovell die Geheimnisse der Familie Janko und mit JJ das Leben eines Romajungen, der von Gorjios ausgeschlossen wird. Man merkt schnell, dass sich die Autorin sehr intensiv mit dem Thema Roma auseinandergesetzt hat, und hat JJ als einen sympatischen Außenseiter auf die Herzen der Leser losgelassen. Mit Erfolg! Ich weiß nicht welche Passagen ich lieber gelesen habe, die Ermittlungen von Ray oder das Gefühlschaos von JJ. Das Ende hat mich überaus gefreut, da ich es mir so nicht gedacht hatte. Ich habe zwar versucht auf die Lösung zu kommen, aber was mich komplett aus der Reihe gebracht hat war Rose. Eine wunderbare Wendung die den Leser sogar animiert das Buch mit dem neu erlangten Wissen noch einmal zu lesen.

Noch eine Anmerkung: Ein Stammbaum wäre sehr passend gewesen aber nach einigem Lesen geht es auch ohne.
Von mir 5/5 Sterne