Ein Familienschicksal

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Das Schicksal einer jungen und kleinen Familie, war genau das, was ich sehr gerne lesen wollte und mich vom Klappentext her sehr angesprochen hatte. Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, hatte mich die Geschichte schon in ihren Bann gezogen und von Zeile zu Zeile mehr berührt, sodass ich gar nicht aufhören wollte zu lesen. Ich wollte unbedingt wissen, was geschehen ist und wie es darüber hinaus weitergeht. 

Von heute auf morgen, geschieht etwas sehr Schlimmes innerhalb des Familiengespanns, dass die Protagonisten Keith, Jaya und Karina in ihrem weiteren Leben beeinflusst, wenn nicht manches Mal auch stark beeinträchtigt. Doch sie kämpfen sich durch, jeder auf seine eigene Art und Weise. Gibt es einen richtigen, gar einen falschen Weg? Ganz zu schweigen von Prem, Karinas kleinen Bruders, der eine ganz andere Sicht aufzeigt, die einem wirklich nahe geht und einem tief im Herzen berührt. Mir steigen sogar jetzt noch Tränen in die Augen. 

Wir erfahren, wie die vier ihr Leben trotz des Schicksals weiterleben und dabei gibt es etliche Höhen und Tiefen. Man merkt in den jeweiligen Abschnitten, die den vieren zugeteilt worden sind, wie zerrissen sie sind und was das Geschehene in ihrem Herzen hinterlassen hat.  Was es mit ihnen gemacht und wie sehr es sie verändert hat. Wie sehr sie doch versuchen, dass alte Leben wieder herzustellen, oder den Versuch unternehmen, zu akzeptieren, was war. Mit all ihrer Stärke, die manches Mal vom Nebel umhüllt zu sein scheint. Das merkt man besonders Jaya an, die vollkommen verwirrt und einsam zu sein scheint, obwohl es ihren Mann und ihre Tochter Karina gibt, die alles daran geben, dass sie aus diesem Loch herausfindet. Natürlich ist das, was geschehen ist, nichts, was man von heute auf morgen vergisst und Gefühle, die man deswegen nicht hat oder eben schnell mal abstellen könnte. Dennoch ist Jaya eine Frau, die zwar auf ihrem Wege Heilung suchte, aber dabei alles andere, was in ihrem Leben einst auch wichtig war, vergaß. Obwohl Keith und Karina immer für sie da waren. Der Zusammenhalt einer Familie. Das geschah alles sehr zum Leidwesen ihrer Tochter Karina, die mir wirklich von Anfang an sympathisch war und tough rüberkam, wenngleich sie etwas tat, um sich Linderung zu verschaffen. Für sie war all das auch nicht einfach, aber sie hat sich in dem Buch wirklich so, so gut gemacht. Es war berührend zu lesen, wie es ihr erging, und manches Mal musste ich schlucken, aber auch schmunzeln. Was ihren Vater Keith angeht, er war mir nicht so nah, wie es Karina war. Das gilt auch für Jaya. Ich konnte ihr Verhalten zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen, hatte Verständnis, aber Karina hat mich immer wieder berührt. Mit ihren Worten. Ihrer Geschichte. Dem weiterer Verlauf ihres Leben nach dem Schicksalsschlag. Genau wie die Kapitel von Prem, ihres Bruders. Einfach mitreißend. Ich war manches Mal den Tränen nahe.

Ein Buch, das ans Herz geht und einen so schnell nicht wieder loslässt. Was ich mir gewünscht hätte oder für andere wünsche, wäre eine Triggerwarnung gewesen. Folglich geht es um ein Familienschicksal, was aus dem Klappentext ersichtlich wird. Dennoch weiß man nicht, worum es genau geht und das verrate ich in meiner Rezension natürlich auch nicht. Dennoch kann es für andere wichtig sein, da das Schicksal doch kein seichtes ist.