Schöne Grundidee, etwas schwache Umsetzung

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susannr Avatar

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"Wenn du das hier liest" hat mich vor allem durch die ungewöhnliche Erzählweise interessiert und meine Aufmerksamkeit geweckt. Die Geschichte, die darin verpackt war, klang vielversprechend gefühlvoll und traurig.

Jades Schwester Iris ist mit nur 33 Jahren an Krebs verstorben. Sie hinterließ ein Blog und die Bitte an ihren Chef, diesen zu veröffentlichen.
Jade, die noch voll und ganz in der Trauerphase steckt und den Tod ihrer Schwester auch noch nicht ganz wahrhaben will, sträubt sich gegen die Veröffentlichung und so beginnt ein reger Austausch mit Smith, dem ehemaligen Chef von Iris.

Leider wurden meine Erwartungen an "Wenn du das hier liest" so gar nicht erfüllt.
Es ist wirklich die komplette Story in Form von E-Mails und Textnachrichten verfasst. Dadurch dass der Schriftverkehr nicht nur zwischen Jade und Smith stattfindet (sondern auch noch zwischen vielen anderen Leuten, Therapeuten, etc.) und man immer wieder schauen muss, wer denn nun gerade an wen schreibt, fällt es sehr schwer, dem Inhalt zu folgen.
Auch Gefühle kommen bei der gesamten Lektüre leider nicht so richtig zum Vorschein, da hätte ich mir etwas mehr erwartet.

Alles in allem, war das Buch zwar für Zwischendurch sehr unterhaltsam. Wer sich jedoch einen gefühlvollen Roman verspricht, ist mit "Wenn du das hier liest" falsch beraten.