Große Oper

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Ein wunderbares Buch zum Verschlingen. Die Rahmenhandlung besteht im Auffinden eines Tagebuchs, in dem sich namenhafte Künstler des 20 ten Jahrhunderts verewigt haben und das für viel Geld versteigert wird.
Im Tagebuch selbst befindet sich die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die ihrer Zeit irgendwie ein Stück voraus war. Sie konnte sich alle Freiheiten nehmen, die sie wollte und wurde dabei immer von ihrer Familie unterstützt.
Das Buch liest sich ein wenig wie ein modernes Märchen und beleuchtet dabei streiflichtartig einige zeitgeschichtliche Aspekte: die Geschichte des Bauhauses in Weimar, eine unbeschwerte Kindheit in Pommern, das Aufkeimen des Nationalsozialismus in Deutschland, die grausige Flucht aus dem Osten, ...
Es ist phasenweise sehr amüsant ""Irgendwie habe ich schon immer gern gelesen und mochte die Idee, später mal mein Geld mit einem Hobby zu verdienen. Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts von Mittelhochdeutsch oder Walther von der Vogelweide gehört." Insgesamt aber auch durchaus berührend.
Eine schöne Lektüre für den Urlaub oder für gestresste Menschen. Man kann sich in die Geschichte hineinfallen lassen, wie in ein weiches Kissen.