Bunte Welt

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wolke Avatar

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Die Geschichte, die sich hinter dem 2-färbigen, unscheinbaren Cover verbirgt, ist im Gegensatz dazu sehr bunt und fantasievoll.
Annie hat keine leichte Kindheit. Sie leidet seit einem Unfall in der Kindheit an einer vernarbten Hand, das Leben meint es nicht immer gut mit ihr und sie macht sich als Erwachsene oft Vorwürfe. Sie ist der Meinung, ständig Fehler gemacht zu haben. Auch dass sie ihren frisch angetrauten Ehemann Paulo dazu überredet hat, am Hochzeitsmorgen eine Ballonfahrt zu unternehmen, war ein riesen Fehler. Der Ballon stürzt ab, sie und der Pilot überleben, doch Paulo schwebt in Lebensgefahr. Als sie ihm ihre Lunge spendet, kommt sie in den Himmel. Dort begegnen ihr in einer bunten Welt, die ständig ihre Form ändert, 5 Personen aus ihrem Leben.

Mir war die Darstellung des Himmels mit all seinen ständig wechselnden Formen und Farben anfangs etwas zu viel. Der Autor überlässt nichts der Fantasie des Lesers, er beschreibt in einfacher Sprache und sehr detailliert.
Die Gespräche hätten meiner Meinung nach etwas tiefgründiger und einfach berührender sein können, was das betrifft, hatte ich mir mehr erwartet.
Die Rückblenden in Annies Vergangenheit fand ich angenehm, weil es dadurch abwechslungsreich gestaltet war.

Der Schluss konnte mit ein paar Überraschungen punkten.
Für mich hätte die Geschichte mehr in die Tiefe gehen und mehr zum Nachdenken anregen können. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, da es mich recht gut unterhalten hat. Ich denke aber nicht, dass es mir lange in Erinnerungen bleiben wird.