Ein abenteuerlicher Heimatbesuch für Luc Verlain

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INHALT
Der dritte Fall für Kommissar Luc Verlain entführt den Leser in die Heimat des sympathischen Ermittlers nach Arcachon. Hier möchte er noch einmal einen unbeschwerten Tag mit seinem krebskranken Vater auf See verbringen und stößt dabei auf einen verwundeten und zwei ermordete Austernfischer - von Erholung kann also keine Rede sein. Für seine Ermittlungen muss er tief ins hart umkämpfte Austernbusiness eintauchen und die stummen Austernfischer zum Reden bringen.

MEINUNG
Ich bin ein Fan von Alexander Oetkers französischer Krimireihe und konnte mir seinen neuesten Fall daher nicht entgehen lassen. Nicht nur der verzwickte Kriminalfall im Austernfischermilieu, sondern auch Luc Verlains private Herausforderungen boten beste Unterhaltung. In diesem Band überzeugt Oetker durch seine leisen Töne und weniger durch seinen Humor. Der Blick auf Frankreich und den dortigen Klimawandel ist aktuell und wurde gut in die Handlung eingebunden. Und vom Fischerdorf Arcachon wurde ein sehr realistisches Bild gezeichnet, das vor allem Frankreichliebhaber und passionierte Austernesser ansprechen wird. Die Krimikomponente wurde sehr spannend gestaltet und das Ende bzw. die Auflösung des Falls verblüffte. Zudem entwickelte sich Verlains private Beziehung zu seiner Kollegin Anouk weiter und nahm einen Großteil der Handlung ein.

FAZIT
Ein spannender Krimi mit viel französischen Lokalkolorit, der leise und gemächlich erzählt wird. Man darf gespannt sein, was sich Oetker für seinen Folgeband einfallen lassen wird.