Konnte mich nicht überzeugen

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In ‚Witchmark - Die Spur der Toten‘ von C. L. Polk geht es um Miles, der einem mysteriösen Mordfall nachgeht. Ich wollte Polks Debüt lesen, weil ich Geschichten, in denen es um Magie und Hexen geht, sehr interessant finde. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch das schöne Cover. Angenehm überrascht wurde ich, als ich entdeckt habe, dass die Buchstaben des Titels im Dunkeln leuchten. Eine wirklich tolle Idee, die das Buch besonders macht.

Miles trägt ein Hexenmal und besitzt magische Fähigkeiten. In seinem Beruf als Arzt nutzt er seine Gabe, um Menschen zu helfen. Das Wohlergehen seiner Patienten steht bei Miles weit oben auf seiner Prioritätenliste. Miles‘ Verantwortungsgefühl und Hilfsbereitschaft sind sehr ausgeprägt, weshalb er niemandem Hilfe verwehren kann, auch nicht seinem Vater, der nicht gerade nett zu ihm ist. Diese Eigenschaft fand ich sehr bewundernswert. Alles in allem ist Miles ein lieber Typ, der in Ruhe gelassen und einfach seinen Job machen will. Gegen seinen Willen wird er jedoch von seiner Vergangenheit eingeholt und in etwas verwickelt, das sein Leben ändern wird.

Grace ist Miles‘ Schwester. Sie ist zielstrebig und verfolgt ihr Ziel mit allen Mitteln. Sie ist eine willensstarke Frau, die ungern nachgibt. Zu Beginn wusste ich nicht, woran man bei ihr ist. Im Laufe der Geschichte lernt man sie jedoch immer mehr kennen und sieht, wie sie wirklich ist. Der schöne und geheimnisvolle Tristan rundet das Trio, welches im Mittelpunkt des Geschehens steht, ab. Er taucht einfach auf und bringt Miles‘ Leben durcheinander. Mit seiner offenen und charmanten Art gelingt es Tristan, jeden um seinen kleinen Finger zu wickeln. Auch wenn Tristan aus meiner Sicht etwas zu viel dem Klischee des Schönlings entsprach, fand ich ihn dennoch sympathisch.

Erzählt wird aus Miles‘ Perspektive. Zu Beginn landet man mitten im Geschehen, als die Geschichte sehr schnell vorangetrieben wird, weshalb ich mich ein bisschen überrumpelt fühlte. Nach einigen Seiten geht es jedoch ruhiger zu, sodass es um die Mitte sogar etwas langatmig wird und es an Spannung fehlt. Zum Ende wird es wieder dynamischer. Die Handlung ist eine Mischung aus Thriller und Fantasy. Zahlreiche Intrigen und Geheimnisse, die einen magischen Hintergrund haben, verwirrten mich manchmal so sehr, dass ich ab und zu ratlos war. Die Autorin hat mehrere Themen angeschnitten, die meiner Meinung nach für ein einziges Buch zu viel sind. Hätte sie den magischen Aspekt mehr beleuchtet und ein paar Punkte weggelassen, hätte mich das Buch überzeugen können.


Fazit

Eine tolle Idee und guter Ansatz. Allerdings fehlte einiges, weshalb mich ‚Witchmark - Die Spur der Toten‘ leider nicht überzeugen konnte.