Planlos in Plenskow

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"Wo ist Norden" von Barbara Handke ist eine Geschichte, wie ich sie mag. Aufmerksam beobachtet und liebevoll detailliert erzählt.

Das dunkle Cover des Buches zeigt eine dunkle Baustelle. Aber irgendwie ist es ein, zwei Zimmer heller. Das lässt sich irgendwie auch auf den Ich-Erzähler Niketsch übertragen.
Nach Jahren besucht er seine Familie, die ein altes Gutshaus in MeckPomm restauriert. Doch nicht nur das alte Gemäuer hat seine Geschichte, auch Niketsch und seine Schwägerin Marlene verband und verbindet mehr, als es zunächst scheint.

Die Geschichte ist wunderbar erzählt. An vielen Stellen musste ich beim Lesen schmunzeln. Dann wiederum litt ich mit Niketsch mit, dessen Doktorarbeit stockt, seine Gefühle für Marlene unklar sind und er nicht so recht weiß, wohin mit sich. Eines meiner Lieblingsbücher der letzten Zeit!