Leider nicht überzeugend

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anii-chan Avatar

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Die 16-jährige Diana ist die unsterbliche Tochter der Amazonenkönigin, erschaffen aus Ton und Erde. Gemeinsam mit vielen weiteren Amazonen lebt sie auf einer abgeschiedenen Insel namens Themyscira. Kein Sterblicher darf jemals die Insel betreten, doch dann erblickt Diana ein untergehendes Schiff und rettet die junge Alia vor dem Ertrinken. Eine folgenschwere Entscheidung, denn Alia ist eine Kriegsbringerin und könnte die Welt zerstören. Um größeres Unheil zu verhindern, müssen Alia und Diana zu einer magischen Quelle nach Griechenland reisen. Doch ihre Feinde sind ihnen bereits auf der Spur. Ein gefahrvoller Wettlauf mit der Zeit beginnt.

"Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen" stammt aus der Feder von Leigh Bardugo und gehört zur vierbändigen DC-Icons-Superhelden-Serie. Sarah J. Maas, Marie Lu, Leigh Bardugo und Matt de la Peña widmen sich dabei jeweils einem bekannten Comic-Superhelden. Catwoman, Batman und Superman kenne ich durch diverse Filme und Serien bereits ganz gut, doch mit Wonder Woman hatte ich bislang nicht viel am Hut. Umso gespannter war ich auf das Buch und freute mich darauf, mehr über die Kriegerin der Amazonen zu erfahren. Die Autorin überzeugte mich auch schon mit ihrem "Glory or Grave" - Zweiteiler. Doch der hier vorliegende Roman konnte mich leider nur wenig fesseln.

Das Ganze wird aus mehreren Perspektiven erzählt und ist einfach und flüssig geschrieben. Leigh Bardugo punktet dabei mit viel Frauenpower, originell-magischen Ideen, etwas Witz und Humor und mit einer interessanten mythologischen Komponente. Doch die Handlung weit so einige Längen auf und geht manchmal kaum voran. Gerade im Mittelteil sorgen endlos-belanglose Teenie-Dialoge für große Langeweile. Und abgesehen vielleicht von Diana und Alia konnte ich mit den meisten Figuren auch kaum etwas anfangen.

Zumindest gibt es ein paar actionreiche Szenen. Auch der Showdown ist recht spannend und überraschend gestaltet - mit einem Plot-Twist, den ich so nicht vorhergesehen habe. Das Ende ist dann zwar leicht offen gehalten, aber dennoch zufriedenstellend.

Insgesamt kann ich daher "Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen" nur eingeschränkt empfehlen. Ein paar Dinge haben mir zwar gefallen, doch die Schwächen überwiegen. Kann man lesen, muss man aber nicht. 3 Sterne von mir.