Der hohe Gast

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In den Niederlanden des 17. Jahrhunderts arbeitet Helena als einfache Magd bei einem Buchhändler. Dies erweist sich als Glück, denn so erlernte sie das Lesen und Schreiben. Als dann ein Gast aus dem noblen Frankreich sich bei ihnen einquartiert, kann Helena, voll von Faszination dem Fremden gegenüber, kaum ihre Neugier bezwingen. Der eigenartige Franzose soll ein großer Denker sein, ein Philosoph, für den Friede und Ruhe die oberste Priorität darstellt. Und so schleicht Helena mit äußerster Sorgfalt durch das Haus, doch kann sie nicht ihren Blick von seinen Aufzeichnungen abwenden. Allmählich entwickelt sich ein zartes Band zwischen den beiden und vielleicht auch bald schon mehr.
Der historische Roman von Guinevere Glasfurd beruht auf den wahren Begebenheiten aus dem Leben des großen Philosophen René Descartes ("Ich denke, also bin ich") und wird aus der Ich-Perspektive der ebenfalls einstmals existierenden Magd Helena Jans van der Strom erzählt. Mit den eindrucksvoll beschriebenen Charakteren und dem sehr bildhaften Schreibstil, erwächst bereits auf den wenigen Seiten farbenfroh das Amsterdam des 17. Jahrhunderts. Ein sehr schöner Anfang, der mich eindeutig in den Bann ziehen konnte.