Eine ungleiche Liebe

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aeofa Avatar

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Helena lebt als Magd im Haus eines Buchhändlers in Amsterdam. Die Arbeit ist hart, und obwohl sie intelligent und neugierig auf die Welt ist, hat sie wenig Möglichkeiten zu lernen und ihren Horizont zu erweitern. Ihr Leben ändert sich, als ein französischer Philosoph als Logiergast in das Haus einzieht und ihre Welt auf den Kopf stellt. Es ist Descartes, der Gefallen daran findet, mit ihr Schreiben zu üben, ihr seine Theorien und Erkenntnisse zu erzählen und dabei zu testen. Zwischen den beiden entspannt sich eine Liebesgeschichte, deren trauriges Ende von vornherein bestimmt zu sein scheint.

Das Buch ist gut lesbar, ohne seicht zu sein. Ich habe beim Lesen mit Helena mitgefühlt und -gelitten und wollte manchmal gar nicht weiterlesen, da von vorneherein klar ist, dass sie diejenige sein wird, die für diese Liebe einen hohen Preis bezahlen wird.

Beim Lesen bekommt man einen Einblick in die Gesellschaft in Holland im 17. Jahrhundert. Persönlichkeiten wie Descartes und Galileo zweifeln an altbekannten "Wahrheiten" und stellen die alte Ordnung in Frage. Auch als jemand, der keine besondere Vorliebe für historische Romane hat, hat mir diese Geschichte gut gefallen.