Young world

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hatschepsut Avatar

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Das Cover des Buches paßt gut zu dem apokalyptischen Theam und zeigt die etwas marode Skyline von New York, Hauptplatz des Geschehens. Auch der kurze Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich bin nicht enttäuscht worden. Der Schreibstil gefällt mir gut und wechselt in jedem Abschnitt zwischen den Protagonisten Jefferson und Donna. So erlebt man die Story aus weiblicher und männlicher Sicht und kann ein wenig hinter die Fassaden der Beiden gucken. Die Geschichte an sich ist kurzweilig und spannend, nur das Ende finde ich etwas abrupt. Aber anscheinend gibt es noch mehrer Teile und dann wiederum ist das etwas schnelle Ende, das Fragen aufwirft erklärbar.
Der Schauplatz ist New York in unserer Zeit. Vor zwei Jahren bricht plötzlich ein unbekannter, unheilbarer Virus aus, der alle Erwachsene und auch die kleinen Kinder ausrottet. Nur die Teenager überleben aber mit ca. 18 Jahren befällt der Virus auch sie. Das hängt irgendwie mit den Steroiden und der Bindung während der Pubertät zusammen. Es haben sich kleinere und größere Gruppen von Teenagern zusammengeschlossen, manche schlagen sich mehr schlecht, als recht alleine durch. Jefferson und Donna gehören einer Gruppe am Washington Square an, in der es liberal zugeht. Jeffersons älterer Bruder Washington ist der Anführer, aber als er am Virus erkrankt wird Jefferson wider Willen der neue Anführer. Einer seiner Clan-Mitglieder - Brainbox- entdeckt in einem wissenschaftlichen Heft einen Ansatz der Lösung für den Virus. Er ist überzeugt davon, daß wenn sie zur Bibliothek kommen und den Artikel finden, vielleicht helfen können.
Nach einigen Abwägungen bricht eine kleine Gruppe aus ein paar Leuten auf in Richtung Bibliothek. Der Weg wird gefährlich sein, daß wissen sie, aber eigentlich bleibt ihnen keine Alternative. In ein paar Jahren sterben sie sowieso an dem Virus und bis dahin müssen sie sich mit Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgen können. Allerdings wird trotz ihres kleinen Anbaus von Gemüse der Vorrat knapp. Die umliegenden leeren Geschäfte sind auch schon geplündert.
Auf dem Weg zu ihrem Ziel sind sie immer wieder lebensgefährlichen Gefahren ausgesetzt, den auf den Straßen hausen andere Gangs und alle sind schwer bewaffnet. So eigentlich jeder trachtet ihnen nach dem Leben und es gestaltet sich als sehr schwierig halbwegs heile aus der Sache zu kommen. Leider schaffen es auch nicht alle der Aufgebrochenen zum Ziel, einige werden bei Straßenschlachten umgebracht. Der Clan lernt aber auch einige Menschen kennen, die ihnen helfen und sie bei ihrem Weg unterstützen. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt...
Zusammenfassend finde ich das Buch durchaus empfehlenswert, nicht nur für Jugendliche.