Zerschunden

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eule90 Avatar

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Fred Abel ist Rechtsmediziner in der Abteilung „Extremdelikte“ in Berlin. Aufgrund eines Flugzeugabsturzes und dem daraus resultierenden Mangel an Rechtsmedizinern soll er sich mit seinen Kollegen auch um „normale“ Todesfälle kümmern.
So geschieht es, dass bei ihm eine Tote landet, welche vermutlich von einem sogenannten „Nachläufer“ in ihrer Wohnung erwürgt und ausgeraubt wurde. Doch bei näherem Hinsehen fällt auf, dass der Täter sein Opfer mit Lippenstift beschriftet hat.
Schon kurze Zeit später tauch das nächste Opfer auf diesmal jedoch in England.
Dieser Fall wird für Fred Abel schnell persönlich. Als Verdächtiger wird sein Freund aus früheren Bundeswehrzeiten festgenommen. Dieser hat eine Tochter, die aufgrund von Leukämie im Sterben liegt und nur noch wenige Tage zu leben hat. Sie hat nur einen letzten Wunsch: Ihr Vater soll bei ihr sein, wenn sie stirbt.
Jetzt ist es Abels Aufgabe, die Unschuld von Lars Moewig zu beweisen. Dies führt dazu, dass er innerhalb kürzester Zeit quer durch Europa reist und alle seine Kontakte zu weiteren Rechtsmedizinern im Ausland spielen lässt.

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Es besteht aus verschiedenen Erzählperspektiven. Entweder man erlebt die Geschichte aus Sich von Fred Abel oder aus der Sicht des Mörders. Hier wird noch weiter unterschieden zwischen aktuellen Ereignissen und Erzählungen aus seiner Vergangenheit. Diese Art und Weise baut eine große Spannung auf. Auch, wenn der Leser als erstes von einem neuen Mord erfährt ist es trotzdem noch spannend, quasi aus der Sicht von Fred Abe nochmal davon zu erfahren.

Einen zusätzlichen Schauer über den Rücken habe ich bekommen, als ich das Nachwort gelesen habe und erfuhr, dass das Buch nicht nur auf wahren Begebenheiten basiert, sondern dieser möglichst realitätsnah, auch in vielen Details, widerspiegelt.

Für mich ein Buch, welches ich jederzeit weiterempfehlen würde. Auch das nachfolgende Buch werde ich mir auf jeden Fall holen und hoffen, dass ich dort wieder auf den sympathischen Fred Abel treffe.