Die bedrückende Geschichte zweier Schwestern

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verena Avatar

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Viola und ihre Zwillingsschwestern Isolte verbringen einen großen und vor allem sehr bedeutsamen und einprägsamen Teil ihrer Kindheit zusammen mit ihrer Mutter Rose abgeschieden auf dem Land. Ihre einzigen Freunde sind die beiden Zwillingsbrüder Michael und John. Doch nach einem schrecklichen Ereigni, werden die beiden ihrer Umgebung entrissen und müssen nach London. Beide Schwestern gehen mit den damaligen Geschehnissen auf unterschiedliche Weise um. Isolte versucht alles zu verdrängen und ein neues Leben zu leben, währenddessen Viola sich selbst zerstört…

Die Geschichte über die beiden Mädchen ist sicherlich keine leichte Kost und das ganze Buch über herrscht eine bedrückende und traurige Grundstimmung. Die Geschichte ist aus der Erzählperspektive geschrieben, doch abwechselnd erzählt Viola die Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit. Ich war ziemlich schnell in der Geschichte drinnen und die Zeit- und Perspektivenwechsel haben mich gar nicht gestört – ich fand sie sogar ziemlich passend. Umso mehr ich gelesen habe, desto besser hat mir die Geschichte auch gefallen. Insbesonders die Abschnitte in der Vergangenheit waren auch die positiven und fröhlichen Abschnitte im Leben von Viola und Isolte. Immer wollte ich weiterlesen und wissen was denn nun damals bei den beiden schlimmes geschehen ist. Auch ihre Freundschaft zu Michael und John und ihre Beziehung zu ihrer Mutter fand ich sehr schön beschrieben.
Sehr enttäuscht dagegen war ich vom Ende. Dieses passt absolut nicht zu dem Rest des Buches. Hier hat man das Gefühl, dass die Autorin es plötzlich eilig hatte die Geschichte zu beenden und dafür sich ein ziemlich plattes Ende hat einfallen lassen. Schade – an sich hat mir die Geschichte und auch der Schreibstil sehr gut gefallen.

Fazit: Eine bedrückende und doch sehr lesenswerte Geschichte über das tragische Leben der beiden Schwestern Viola und Isolte – einzig das platte Ende war sehr enttäuschend und führt zu Sterneabzug.